Test: Vodafone K5150 LTE Stick

Test: Vodafone K5150 LTE Stick

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Seite K5150-H Huawei

Vodafone hat mit dem K5150 LTE Stick ein neues USB-Modem auf den Markt gebracht. Der Surfstick wird von Huawei hergestellt und kommt im rot-weißen Vodafone Design in die Läden. Mit Unterstützung für LTE Kategorie 4 mit bis zu 150 MBit/s im Downlink gehört der K5150 zu den schnellsten Surfsticks auf dem Markt. Auch DC-HSPA+, Anschlüsse für externe Antennen und ein Schacht für MicroSD-Karten ist vorhanden. Wir haben das Modem 2 Wochen lang im Netz von Vodafone getestet!

Technische Daten des Vodafone K5150
Der Vodafone K5150 Stick bietet nicht nur super schnelles LTE mit bis zu 150 MBit/s, sondern auch UMTS samt DC-HSPA+ (bis zu 42,2 MBit/s) und GSM. Erstmals gibt Vodafone auf der Verpackung nicht nur die maximal möglichen Datenraten, sondern auch die praktisch im normalen Betrieb erreichbaren Geschwindigkeiten an. Für LTE sollen das etwa 120 MBit/s im Downlink sein, für UMTS etwa 31 MBit/s.
Der USB-Anschluss ist durch eine kleine Kappe geschützt, leider lässt sich der Anschluss nicht schwenken, wie man es von anderen High-End Surfsticks wie etwa dem Telekom Speedstick LTE III gewohnt ist. Gerade bei Nutzung an Orten mit wenig Platz, etwa im Zug, wäre diese Funktion sehr sinnvoll gewesen.

Vodafone K5150

Verpackung Vodafone K5150

Seitlich wurden zwei Anschlüsse für externe Antennen sowie ein Schacht für MicroSD-Speicherkarten integriert, sodass man den Surfstick bei Bedarf auch als Speichermedium verwenden kann und den Empfang mit einer externen Antenne Verstärken kann. Da die meisten Antennen jedoch SMA-Anschlüsse besitzen, braucht man noch einen (bzw. bei LTE-Nutzung zwei) Adapter von SMA auf CRC-9.

Hersteller: Huawei
Modellname: Vodafone K5150
Technologien: LTE (4G), UMTS (3G), GSM (2G)
Frequenz-Bänder: 4G LTE:    2600/1800/900/800 MHz
3G UMTS: 2100/900 MHz
2G GSM:  1900/1800/900/850 MHz
Geschwindigkeiten: LTE:    150 MBit/s down, 50 MBit/s up (Kategorie 4)
UMTS: 42,2 MBit/s down, 5,76 MBit/s up (bei Nutzung von DC-HSPA+)
GSM:   256 kbit/s (bei Nutzung von EDGE)
Sonstiges: MicroSD-Slot für Speicherkarten bis 32 GB, 2x externer Antennen-Anschluss CRC-9, Software für Mac OS X und Windows

Lieferumfang und Inbetriebnahme
Vodafone liefert den K5150 LTE-Stick in einer Verpackung mit sehr schönem Design aus, so wie man es vom Vodafone R210 und vom Vodafone B2000 bereits gewohnt ist. Im Lieferumfang befindet sich neben dem Surfstick noch ein kurzes USB-Verlängerungskabel (etwa 10 cm) und natürlich eine kurze, bebilderte Anleitung zur Installation. Die Oberseite des K5150 kann nach vorne hin weg geschoben werden, darunter befindet sich der Schacht für die SIM-Karte.
Die meisten Nutzer werden die Anleitung nicht benötigen, denn die Einrichtung der Vodafone Verbindungssoftware ist weitestgehend selbsterklärend: nach dem Einstecken in einen Computer mit Mac OS X oder Windows Betriebssystem startet der Installations-Assistent automatisch und führt in wenigen Augenblicken durch die Installation. Nach kurzer Zeit ist man bereits mit dem Mobilfunknetz verbunden.

Geschwindigkeit und Empfang
Wie man von einem modernen LTE-Modem erwarten kann, sind die Geschwindigkeiten durchweg gut. Leider konnte im Test nur das 800 Megahertz LTE-Netz getestet werden, doch hier war die Performance im Vergleich mit anderen Geräten überdurchschnittlich: im Downlink waren bis zu 55 MBit/s möglich, im Uplink bis zu 23 MBit/s und die Latenzzeiten lagen zwischen 28 und 44 Millisekunden, meist jedoch im Bereich um 35 ms. Der Empfang auf LTE800 war gut, auch in schwach versorgten Regionen konnte man mit dem Vodafone K5150 noch stabil im Internet surfen.

K5150 offen

Im UMTS-Netz war die Empfangsleistung ebenfalls überdurchschnittlich und lag zum Beispiel leicht über der eines Huawei E3276. Die Datenraten lagen dagegen etwa gleichauf, diverse Messungen ergaben etwa 13 MBit/s im Downlink über Vodafone DC-HSPA+. Hier muss man aber – wie bei jeder Messung – klar bedenken, dass dies eine Momentaufnahme ist und womöglich schon wenige hundert Meter weiter ganz andere Geschwindigkeiten erreicht werden.

Vodafone K5150 Externe Antenne

Leider verhinderte die Vodafone Verbindungs-Software die Nutzung mit SIM-Karten anderer Netzbetreiber, sodass leider keine ausführlichen Vergleichsmessungen durchgeführt werden konnten. Selbst der Umweg über die Nutzung an einem Router war nicht erfolgreich, da weder die AVM FRITZ!Box Modelle (7390 und 7490) noch die Dovado-Router den Stick erkannten. Auch eine manuelle Wahl des Frequenzbandes war nicht möglich, sodass auch das LTE2600-Netz von Vodafone nicht getestet werden konnte.

Vodafone Verbindungs-Software
Vodafone liefert mit dem K5150 LTE Stick eine Software aus, welche sowohl auf Windows Betriebssystemen als auch auf Mac OS X lauffähig ist. Bei Windows benötigt man mindestens die Version XP mit Service Pack 3, wobei die Anleitung sogar die Installation sogar anhand vom bisher wenig verbreiteten Windows 8 erklärt.

K5150-Software-Mac

Die Software hat sowohl gute als auch schlechte Seiten. Die Vorteile: das Programm ist für Einsteiger sehr einfach zu bedienen und ist angenehm flott, sofern der PC nicht uralt ist. Auch die ausführlichen Informationen und Statistiken zu Datenvolumen und Online-Zeit sind vorbildlich. Die Nachteile: für Experten gibt es nur sehr begrenzt Möglichkeiten, Einstellungen vorzunehmen und der in die Software integrierte WLAN-Manager stört enorm.
Wenn man einen Surfstick für mobiles Internet anschließt, möchte man im Normalfall mit der zugehörigen Software keine WLAN-Verbindungen starten, dazu gibt es in jedem Betriebssystem entsprechende Bordmittel, die diese Funktion deutlich einfacher und besser übernehmen.

Huawei K5150

Fazit zum Vodafone K5150 LTE Stick
Der Vodafone K5150 LTE-Stick macht einen guten Eindruck und ist insbesondere für Vodafone-Kunden empfehlenswert, die einfach nur eine schnelle Internet-Verbindung wollen, ohne auf spezielle Zusatz-Funktionen angewiesen zu sein.
Experten sollten sich hingegen lieber nach einem anderen Modell umsehen: die Vodafone Verbindungs-Software ist aktuell die einzige Möglichkeit, den K5150 zu nutzen und das dürfte vielen alleine schon deswegen nicht passen, weil die Software nur für die Nutzung mit Vodafone Simkarten geeignet ist. Als Alternative bietet sich zum Beispiel der nahezu baugleiche Huawei E3276 als Telekom Speedstick LTE III an, welcher auch an diversen Router-Modellen seinen Dienst verrichtet.

USB-Stick K5150-H Vdf Mobile Broadband Surfstick 4G

Preis: EUR 49,99

(0 Rezensionen)

1 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 49,99

Test Übersicht
Funktionsumfang
Geschwindigkeit und Sende-/Empfangsleistung
Software
Preis
  • DOVADO

    Hi Max Wireless!

    We’ll be adding support for this modem into our (DOVADO) routers ASAP.

    Have a nice weekend,

    Team DOVADO

  • Kommentator

    An welchen Boxen von AVM hast du den T Speedstick LTE 3 erfolgreich getestet? Ging auch Speed bis an die 21 MBit [oder gar darüber hinaus]? Stick erkennen und Speed jenseits von ca. 11 MBit sind zwei Paar Schuhe..

  • Max

    Hallo! Den Speed habe ich an der AVM Box ehrlich gesagt nie komplett ausgereizt, aber die 7,2 MBit/s meiner Congstar Karte gehen jedenfalls voll durch. Ich teste es in den nächsten Tagen aber gerne noch mal mit einem “unbegrenzten” Tarif und berichte dann.
    Bisher habe ich den Speedstick LTE III an der AVM 7390 und 7490 betrieben.

  • Kommentator

    Nach meiner Kenntnis schaffen lediglich die Dovado einen Speed bis zu 40 MBit. Darüber hinaus habe ich auch (noch) nichts gehört oder selbst getestet. (D2 schafft leider i.d.R. nur Sonntags in der Nacht zwischen 2 und 3 Uhr mehr als 20 MBit. In der Primetime sinkt der Durchsatz auf einstellige Werte.). Leider hat der Dovado Mini aber nur bescheidene wlan-Reichweite und scheint nicht besonders gut mit dem Wlan N Stick von AVM zu harmonieren..

  • Max

    Also ich habe es gerade noch mal ausprobiert mit meiner AVM FRITZ!Box 7490 und dem Huawei E3276 (Speedstick LTE III): im Downlink habe ich mit Vodafone LTE800 maximal 25 MBit/s gemessen, im Uplink 4 MBit/s. Durchschnittlich waren im Downlink aber eher 15 bis 18 MBit/s. Ping lag bei 40 Millisekunden.
    Das ist insgesamt deutlich schlechter als bei direkter Nutzung am USB-Anschluss (dann etwa 35 down, 16 up, 27ms Ping), aber für den normalen Gebrauch wohl ganz ordentlich.