Bereits Anfang Juni hatte Vodafone mit dem Norza D55 einen ersten mobilen LTE Hotspot nach Deutschland gebracht, nun ist mit dem Vodafone R210 ein weiteres Modell erhältlich. Ich habe den LTE MiFi Hotspot ausführlich getestet und im folgenden Test könnt ihr lesen, ob sich ein Kauf des 199,90 Euro teuren Vodafone R210 lohnt. Der Vodafone R210 wird übrigens von Huawei hergestellt und trägt dort den Modellnamen E589 – in der Vodafone Version wurden lediglich Design und Funkfrequenzen angepasst.

Lieferumfang und erster Eindruck

Der Vodafone R210 wird in einer schön bedruckten Verpackung geliefert. Neben dem R210 LTE MiFi befindet sich noch ein MicroUSB-Kabel und ein Netzteil im Lieferumfang, außerdem gibt es natürlich die üblichen Sicherheitshinweise und eine Schnellstartanleitung. Auf den ersten Blick wirkt der Vodafone R210 recht groß und schwer und auch bei einem Vergleich mit einem reinen UMTS MiFi stellt sich schnell heraus, dass der R210 überdurchschnittlich groß ist. Das liegt sicherlich auch an der mit 3000mAh extrem starken Batterie – die meisten anderen MiFi Router bieten nur die Hälfte. Der Akku lässt sich leider nicht wechseln sondern ist fest verbaut, was dem Gerät aber eine gute Stabilität verleiht.

Technische Daten:

  • LTE: Kategorie 3 bis 100 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload auf den Frequenzen 800/1800/2600 MHz
  • UMTS: Bis zu 43,2 MBit/s mit DC-HSPA+ auf den Frequenzen 900/2100 MHz
  • GSM: Quadband 850/900/1800/1900 MHz mit EDGE Unterstützung
  • TFT Display für Anzeige der wichtigsten Informationen
  • Anschluss für externe Antenne Typ TS-9
  • MicroSD Slot für Speicherkarten
  • WLAN b/g/n für Netto-Maximalleistung bis 30 MBit/s, bis zu 5 Geräte anschließbar
  • Fest verbauter Akku mit 3000mAh für bis zu 6h Laufzeit

Inbetriebnahme und Nutzung

Die erste Inbetriebnahme ist denkbar einfach und dürfte selbst für Anfänger kein Problem darstellen, zumindest wenn man eine Vodafone Simkarte benutzen will. Es reicht, die Simkarte seitlich im Gerät einzusetzen und den Anschaltknopf zu betätigen. Wenn keine SIM-PIN vorhanden ist, dann wählt sich der R210 sofort in das Beste verfügbare Netz ein, ansonsten muss natürlich der PIN Code erst einmal eingegeben werden – eine Anleitung ist direkt auf den Vodafone R210 aufgeklebt. Möchte man lieber eine Simkarte eines anderen Providers wie etwa der Telekom nutzen, ist das ebenfalls möglich, denn der R210 hat keinen Simlock. Jedoch muss auf der Weboberfläche unter vodafonemobile.wifi ein neues Verbindungsprofil mit passendem APN angelegt werden.

Das Display auf der Front zeigt eigentlich alle wichtigen Informationen an: neben Empfangsstärke und Verbindungstechnologie wird natürlich der verwendete Anbieter und der Ladezustand angezeigt. Weitere Informationen sind die verbundenen WiFi-Geräte sowie das verbrauchte Volumen und die Onlinezeit. Das Display lässt sich im Betrieb mit einem kurzen Druck auf die Power-Taste aktivieren.

Software und Smartphone App

Der Vodafone R210 LTE Hotspot wird vollständig über ein Web-Interface im Browser konfiguriert. Das funktioniert zuverlässig und ist recht einfach gestaltet, sodass auch Anfänger mit den wichtigsten Funktionen zurecht kommen sollten. Bei Bedarf kann man diverse Einstellungen vornehmen, so ist etwa die Verbindungstechnologie frei auswählbar und in schlecht versorgten Regionen bietet es sich unter Umständen an, den R210 auf „LTE only“ zu stellen. Im Web-Interface werden natürlich auch die Informationen angezeigt, die auf dem Display des Gerätes angezeigt werden, also zum Beispiel das verbrauchte Volumen.

Eine Besonderheit am Vodafone R210 ist die mobile App, die für Android und iOS Smartphones zur Verfügung steht und mit den Vodafone Mobile Wi-Fi Hotspots R203-Z, R205 und R210 kompatibel ist. Nach dem Starten der App werden die wichtigsten Informationen, die sonst nur über das Display oder den Browser ablesbar sind, auf dem Smartphone-Display angezeigt. Wenn man weitere Einstellungen vornehmen will, wird man aus der App direkt ins Webinterface weitergeleitet. Auf meinem HTC One XL lief die App zuverlässig und war eine echte Hilfe.

Empfang, Akkulaufzeit und Datenraten

Obwohl das Modem im Vodafone R210 LTE MiFi für Datenraten von bis zu 100 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload ausgelegt ist, sind maximal 30 MBit/s nutzbar. Der Flaschenhals ist hier die WLAN-Verbindung, die einfach nicht schneller als eben diese 30 MBit/s ist. Im Test konnte ich das gut nachvollziehen: während mit dem Vodafone K5005 LTE Surfstick Datenraten von knapp 40 MBit/s im Download möglich waren, konnte ich mit dem R210 nur rund 31 MBit/s erreichen. Leider ist der Hotspot auch nicht in der Lage, die Internetverbindung per USB weiter zu geben, sodass man wirklich auf WLAN angewiesen ist. In der mobilen Nutzung machte der R210 einen guten Eindruck und lieferte durchgehend hohe Datenraten, Handover waren kein Problem.

Der Empfang ist nicht so gut wie beim K5005 LTE Surfstick, besonders in schwach versorgten Regionen schaltet der R210 schneller von LTE auf UMTS um als der K5005. Es besteht allerdings die Möglichkeit, eine externe Antenne über den seitlichen TS-9 Anschluss zu nutzen. Allerdings ist man hier auf eine einzige Antenne beschränkt, da kein MIMO-Anschluss verbaut wurde. Was die Akkulaufzeit angeht, stellt der R210 trotz LTE Technologie neue Rekorde auf: fast 6 1/2 Stunden konnte ich die mobile Internetverbindung nutzen, bevor sich das Gerät abgeschaltet hat. Die 3000mAh Batterie ist also auf jeden Fall eine gute Sache und ein deutlicher Vorteil gegenüber anderen MiFi Routern.

Fazit

Der Vodafone R210 LTE MiFi Hotspot überzeugt durch sehr gute Akkulaufzeiten und natürlich durch hohe Datenraten sowohl im UMTS- als auch im LTE-Netz. Alles in Allem ist das Gerät auf jeden Fall empfehlenswert, Kritikpunkte gab es nur wenige: durch die WLAN-Verbindung ist die Geschwindigkeit auf 30 MBit/s beschränkt und eine Nutzung über USB ist nicht möglich, außerdem hat der R210 „nur“ einen Anschluss für externe Antennen. Zum Preis von aktuell 199,90 Euro ohne Vertrag bei Vodafone kann man aber nicht meckern – High-End UMTS MiFi Hotspots wie der Huawei E587 sind auch nicht günstiger.

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