S6 edge Verpackung

Das Samsung Galaxy S6 edge ist einzigartig: es bietet als erstes Smartphone auf dem Markt ein zu beiden Seiten hin gebogenes Display. Dazu kommt eine äußerst gute technische Ausstattung, welche ihresgleichen sucht. Kamera, Prozessor, Design und Haptik – bei fast allen wichtigen Themen spielt das neue Samsung Smartphone ganz weit oben mit. Da darf natürlich auch ein aktuelles LTE Cat6 Modem (bis 300 MBit/s) nicht fehlen. Ich habe das Samsung Galaxy S6 edge zwei Wochen lang ausführlich testen können und möchte in diesem Testbericht über meine Erfahrungen mit dem Gerät berichten. Ein großer Dank geht vorweg an die Deutsche Telekom, die mir das Smartphone freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat!

Lieferumfang Galaxy S6 edge

Design und Materialien
Das Samsung Galaxy S6 edge kommt in einer recht unspektakulären Verpackung mit dem Standard Smartphone-Zubehör daher, von dem lediglich das Netzteil einen genaueren Blick wert ist: dieses kann nicht nur mit 5V/2A laden, sondern unterstützt auch eine Schnell-Lade Funktion mit 9,6V/1,67A. Damit wird das Gerät tatsächlich schön flott aufgeladen und die Rest-Ladezeit wird in der Statusleiste signalisiert.
Doch kommen wir zum Gerät selbst. Das Galaxy S6 edge würde man wohl erst nicht als Samsung Smartphone erkennen, wäre da nicht das große Samsung-Logo auf der Front. Da wo bei den vorigen Generationen wie etwa dem Galaxy S5 noch viel Plastik war, ist nun Glas und Metall. Das Galaxy S6 edge ist extrem hochwertig, es fühlt sich hervorragend an und durch das zu den Seiten hin gebogene Glas ist es meiner Meinung nach ein echter Handschmeichler!

Leider hat das neue Design des Galaxy S6 edge auch zwei Nachteile: so kann man den Akku nicht mehr austauschen, wie es bei den vorherigen Generationen noch möglich war und außerdem ist keine Erweiterung des Speichers mittels Speicherkarte mehr möglich. Während der fest verbaute Akku mittlerweile weit verbreitet ist und durchaus mit der Bauform gerechtfertigt werden kann, ist das Fehlen des MicroSD-Schachts doch sehr ärgerlich, zumal Samsung bei den günstigeren Galaxy A Modellen mit Metall-Gehäuse einen solchen Schacht integriert hat.

Gebogenes AMOLED Display
Das Highlight des Samsung Galaxy S6 edge ist das Display. Es ist zu beiden Seiten hin leicht gebogen und wirkt dadurch sehr futuristisch. Die Auflösung beträgt 2560 x 1440 Pixel (QHD), in allen wichtigen Disziplinen wie Schärfe, Leuchtkraft und Farbtreue ist das Display das beste, was ich je in einem Smartphone gesehen habe. Doch die interessanten Fragen sind ja: „braucht“ man das gebogene Display wirklich? Was sind die Vorteile und die Funktionen? Lohnen sich die 150 Euro Aufpreis zum „normalen“ Galaxy S6?

S6 edge Heade

Nach zwei Wochen intensiver Nutzung kann ich sagen: mich hat das Display täglich aufs neue fasziniert. Es sind nicht die Funktionen (z.B. signalisiert das Gerät farblich über die „edge“ den Anrufer, wenn das Gerät mit dem Display nach unten liegt). Es sind viel mehr die Haptik und die Optik, welche das gebogene Display ausmachen: der fehlende Rand gibt ein hervorragendes Gefühl beim Bedienen und es sieht wirklich toll aus. Insbesondere bei der Darstellung von Bildern ist es ein interessantes, neues Erlebnis. Ob das gebogene Display die 150 Euro Aufpreis wert ist, muss man selbst entscheiden, ich persönlich würde es wohl bezahlen!

Hervorragende Kamera
In diesem Testbericht werde ich nicht jede einzelne Funktion des Samsung Galaxy S6 edge vorstellen, aber die Kamera hat ein eigenes Kapitel verdient, denn sie ist definitiv eine der besten Smartphone-Kameras, welche man derzeit bekommen kann. In meinem Galaxy S6 edge war ein 16 Megapixel IMX240 Sensor von Sony verbaut, es soll aber auch Galaxy S6 mit Samsung Isocell-Sensoren geben.
Insgesamt macht die Kamera sehr schöne Fotos. Bei Tageslicht kann man – je nach Motiv und Situation – tolle Unschärfe-Effekte erreichen, bei Dämmerung und einbrechender Dunkelheit ist die Kamera aber ebenfalls sehr gut und bietet erstaunlich gute Bilder. Die Auslösezeit ist top und um die Kamera zu starten reicht ein zweifacher Druck auf den Home-Button. Natürlich sind auch Videos möglich, 4K-Aufnahmen stellen für das Galaxy S6 edge kein Problem dar.

Technik und Software
Auf dem Samsung Galaxy S6 edge läuft Android in Version 5.0 Lollipop, ein Update auf Android 5.1 soll in Kürze kommen. Insgesamt wirkt das Betriebssystem deutlich aufgeräumter als bei früheren Samsung Geräten mit TouchWiz Oberfläche, aber die meisten der bekannten und geschätzten Funktionen wurden beibehalten. Durch den Samsung Exynos 7420 Octa-Core Prozessor ist das Betriebssystem sehr flott, der Energieverbrauch hält sich dennoch in Grenzen: der 2.600 mAh starke Akku hält auch bei intensiver Nutzung einen ganzen Tag.

S6 edge Software

Der interne Speicher des Samsung Galaxy S6 edge ist wahlweise 32, 64 oder 128 Gigabyte groß, wobei pro Speicherstufe 100 Euro Aufpreis gezahlt werden müssen. Das ist viel Geld, doch eine Erweiterung ist ja leider nicht möglich, wie bereits weiter oben im Test erwähnt. Der Fingerabdruck-Sensor ist standardmäßig in jedem Galaxy S6 integriert und bietet im Normalfall eine sehr schnelle und zuverlässige Möglichkeit, das Gerät zu entsperren. Er steht dem Sensor im Apple iPhone in nichts nach. Wenn man viel im Garten oder auf dem Bau arbeitet, sollte man den Sensor aber besser nicht verwenden: schon sehr leichte Verschmutzungen, Beschädigungen oder feuchte Stellen an der Haut sorgen dafür, dass der Fingerabdruck nicht mehr erkannt wird.

Schnelles LTE Cat6
Das Modem des Samsung Galaxy S6 edge beherrscht neben GSM samt EDGE und UMTS mit dem Datenbeschleuniger DC-HSPA+ (bis 42,2 MBit/s im Downlink) natürlich auch LTE. Wie schon beim Galaxy Alpha wird LTE der Kategorie 6 unterstützt, sodass via Carrier Aggregation bis zu 300 MBit/s im Downlink erreicht werden können. Dabei handelt es sich natürlich um Spitzen-Datenraten, die aktuell auch nur im Netz der Telekom Deutschland erreicht werden können – Vodafone Deutschland bietet derzeit nur bis zu 225 MBit/s und Telefónica Deutschland hat bisher noch gar kein LTE Cat6 gestartet.

Im Praxis-Test überzeugte das Samsung Galaxy S6 edge mit einem sehr guten LTE-Empfang auf 800 MHz sowie einem wirklich guten WLAN-Empfang. Die Geschwindigkeit im LTE Netz der Deutschen Telekom lag bei bis zu 220 MBit/s im Downlink und 46 MBit/s im Uplink, oft waren aber auch „nur“ zwischen 50 und 120 MBit/s möglich. Über WLAN waren dank AC-Standard bis zu 866 MBit/s möglich.

Galaxy S6 edge Front

Fazit: Samsung Galaxy S6 edge
Das Samsung Galaxy S6 edge ist ein wahres Flaggschiff. Ich könnte noch viel mehr zu dem Gerät schreiben, doch ich denke, mit diesem Testbericht habe ich die (für mich) wichtigsten Erfahrungen zum Galaxy S6 edge zusammengefasst. Wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid: ab 849 Euro geht es ohne Vertrag los, mit Vertrag gibt es das Gerät natürlich günstiger, zum Beispiel bei der Telekom mit passendem 300 MBit/s „LTE Max“ Tarif.
Die Highlights: das gebogene Display, die Kamera und die Materialien.
Die Schwächen: der nicht wechselbare Akku, keine Speicher-Erweiterung, der sehr hohe Preis.
Sofern ihr Fragen zum Samsung Galaxy S6 habt, stellt sie bitte in den Kommentaren :-)