Test: AVM FRITZ!Box 6840 LTE

Test: AVM FRITZ!Box 6840 LTE

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Vor kurzem traf bei uns endlich die FritzBox 6840 LTE ein. AVM, der Traditionshersteller aus Deutschland, richtet sich mit diesem neuen Modell nun auch an jene Kunden, welche bisher in einem der vielen “weißen (DSL-)Flecken” ohne einen Breitbandzugang auskommen mussten. Die Fritzbox ist ab sofort für 329€ (UVP) im Fachhandel erhältlich (bei Amazon ab rund 290€) – alternativ bekommt man sie beim Abschluss eines 1&1 LTE-Vertrages aber auch kostenlos. Wie sich die FritzBox 6840 LTE im Alltagseinsatz schlägt, erfahrt ihr in diesem Test.

Lieferumfang und Hardware
Der Karton gleicht dem der anderen Router aus dem Hause AVM bis auf das Produktbild sowie der Angabe von LTE statt DSL bis ins Detail. Die eigentliche Verpackung ist ebenfalls altbekannt: In der Mitte thront die FRITZ!Box, unter ihr befinden sich Handbücher sowie Hinweise und weitere Informationen, während man am rechten Rand die LTE Antennen, das Netzwerkkabel und das Netzteil wiederfindet.

Doch was nutzt ein solches Gerät in einem Karton? Richtig, wahrlich wenig. Daher haben wir die Box auch schnell aus ihrem ökologisch abbaubaren Gefängnis befreit und montiert. Das von AVM verwendete Netzteil ist übrigens identisch mit dem der FRITZ!Box 7390 und liefert 2 Ampere bei 12 Volt. Die LTE Antennen, welche jeweils separat eingeschweißt sind, wirken eher wie aus einem Ruderverein entliehen, als seien sie der neuste Stand der Technik: sie sind wirklich groß! Nach der Montage ist die Fritzbox beinahe einsatzbereit, lediglich die SIM Karte fehlt noch zum mobilen Glück. Diese wird auf der Rückseite mittels eines Schlittens in den notwendigen Slot geschoben, wobei uns hier einige “Kleinigkeiten” aufgefallen sind: so steht der Schlitten auch im eingeschobenen Zustand etwa 2mm weit aus dem Router heraus und könnte so etwa von Kindern leicht herausgerissen werden. Auch ein absoluter Druckpunkt fehlt, ein richtiges Einrasten – wie etwa von Speicherkarten-Lesern bekannt, fehlt also.

Wahlweise das LAN Kabel an einen der vier Gigabit LAN Ports oder mit WLAN verbunden, die Antennen montiert, die SIM Karte einlegt und die Stromversorgung hergestellt – schon beginnt die FRITZ!Box mit ihrem leuchtenden Bootspektakel. Kaum zwei Minuten vergehen bis sich unser Testrechner mit dem Internet verbunden hat. Keine Höchstleitung, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine Funkverbindung handelt, mehr als akzeptabel.

Nach dem ersten Start muss aber zunächst eine einmalige Konfiguration vorgenommen werden, zumindest bei dem von uns getestetem Modell von 1&1 in Firmware Version 105.05.07. Hier trafen wir auch gleich auf die erste größere Hürde. So verlangte das Gerät einen “Startcode” welchen wir auf einem belegten Zettel finden sollten – dieser Startcode, der leider nicht auffindbar war, entpuppte sich später als die Rufnummer der SIM Karte – auf die Idee muss man erst einmal kommen, denn auf dem 1&1 Zettel stand nicht nur eine Nummer. Anschließend prüfte die Fritzbox das LTE Netz und nach danach war der Router einsatzbereit.

Ausrichtungsmodus für Antennen
Doch wie war das nochmal mit den Antennen? Schon bei unseren Tests in der Vergangenheit waren wir stets um die höchste Leistung der von uns getesteten Produkte bemüht, daher war auch bei diesem Test eine gute Ausrichtung der Antenne Pflicht. Extra für die Ausrichtung und die Findung des richtigen Platzes für die AVM FritzBox 6840 LTE bietet das Gerät ein speziellen Ausrichtungsmodus. Dort, wo bisher detaillierte Informationen über den DSL Anschluss zur Verfügung standen, finden wir nun alle erdenklichen Informationen über unsere LTE Verbindung, das Gerät sowie die Empfangspegel.

Nach der Aktivierung des Ausrichtungsmodus stellt das Menü der Fritzbox die Empfangspegel der beiden Antennen sowohl grafisch, als auch in Dezibel dar. Dabei ändern sich die Dezibel-Werte fast sekündlich, sodass die Ausrichtung auch von externen Antennen wesentlich einfacher als mit jedem anderen LTE-Router sein dürfte! Wir haben das exemplarisch mit der Funkwerk LTE 800 MiMo Antenne getestet. Doch AVM hat ein weiteres kleines Gimmick eingebaut, welches die Suche nach dem besten Standort weiter erleichtert: So werden die LED Anzeigen, die sonst über den Status von WLAN, DECT und LTE informieren, zu einem Empfangsbarometer direkt auf der FRITZ!Box selbst. Klein, clever und genial.

Übrigens: Wie wir feststellen konnten, sagen die im Menü angezeigten Dezibel Werte weit weniger über die Geschwindigkeit aus, als die LEDs auf der Fritzbox. So änderten sich der Empfang und die damit verbundenen Up- & Downloadzahlen deutlich, als wir den Router um etwa 4 Meter von seinem ersten Standort verschoben – laut Menüanzeige keine Änderung, jedoch leuchteten nun 3 statt nur einer LED. Das Ergebnis: 12MBit/s im Download und 3MBit/s im Upload stellen sich den vorherigen 5/1,5Mbit/s gegenüber. Eventuell ist die Sache mit den Dezibel Werten aber auch ein Fehler in der Firmware.

LED zeigt Onlinevolumen
Wie schon bei früheren FRITZ!Box Modellen aus dem DSL-Bereich zeigt ein Datenzähler den exakten Datenverbrauch an, unterteilt in gesendete und empfange Daten, abgerechnet pro Tag, pro Woche und ganzen Monat. Eine Funktion, die gerade beim LTE Betrieb auf Grund der Tarife sehr nützlich ist. Ein weiteres Gimmick, welches im Alltag sicherlich sinnvoll ist, ist die Anzeige des Volumenkontos über die Info LED. Nachdem man in den Onlinezähler das zur Verfügung stehende Volumen eingetragen hat (in MB pro Zeiteinheit oder Onlinedauer in Stunden), blinkt die Info-LED sobald der Vorrat aufgebraucht ist.

Auch abseits der LTE-Funktionalität braucht sich die FritzBox 6840 LTE nicht zu verstecken. Ausgerüstet mit Funktionen wie der DECT Basisstation, dem NAS Laufwerk samt Mediacenter und nicht zuletzt der Anschlussmöglichkeit eines herkömmlichen Analogtelefons braucht sich der Router auch in Zukunft nicht vor der Konkurrenz verstecken. Die DECT- und Telefonfunktion haben wir jedoch nicht getestet, daher können wir über die Zuverlässigkeit dieser Funktionalität leider nichts sagen. Damit endet der erste Teil dieses Testberichts, der sich dem LTE Modul widmete. Weiter geht es mit der übrigen Ausstattung und den technischen Finessen “made in Germany”.

 WLAN und das Heimnetzwerk
Die Fritzbox bietet neben ihren vier Gigabit LAN Ports auch die Möglichkeit, Smartphones und Notebooks sowie Drucker und vielleicht auch bald schon Toaster über WLAN ins Heimnetz einzubinden. Dabei ein Dualband WLAN zum Einsatz, welches sowohl 2,4GHz als auch die 5GHz Frequenzen unterstützt. Im Gegensatz zu unserer Fritzbox 7390 lassen sich die beiden Netze (2,4GHz und 5GHz) jedoch nicht mehr separat ein- und ausschalten, dies regelt die Fritzbox nun alleine. Lediglich das gesamte WLAN kann auf Wunsch deaktiviert werden, was eigentlich auch vollkommen ausreichend ist.

Doch neben einem schnellen Internetanschluss ist auch die Vernetzung der Clients untereinander ein immer wichtiger werdendes Merkmal. Daher integrierte man bei AVM auch in die LTE Fritzbox eine NAS Funktion, um Speicher und USB Geräte wie einen Drucker dem gesamten Netzwerk bereitzustellen. Waren schon die 512MB integrierter NAS Speicher bei der 7390 reichlich wenig gewesen, so sind 22MB (!) bei der 6840 LTE beinahe ein schlechter Scherz. Um ein einzelnes Dokument schnell zu verschieben mag der Platz vielleicht reichen, für alles Weitere muss ein USB Stick beziehungsweise eine USB Festplatte angeschlossen werden. Neben dem Streamen von Filmen und Musik aus dem NAS Speicher (dieser umfasst auch angeschlossene USB Geräte) bietet die Fritzbox ebenso die Möglichkeit, weltweiten Zugriff auf die eigenen Daten zu haben.

Eco Modus (Stromsparfunktionen)
Seit Konsumenten immer mehr auf die Nachhaltig achten, bringen die meisten Hersteller neue Modelle heraus, die besonders umweltfreundlich sein sollen. Auch an AVM ist dieser Trend nicht vorbeigegangen, so hat man einige Maßnahmen getroffen, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Für ein Gerät das die meiste Zeit seines „Lebens“ eingeschaltet ist, durchaus wichtig.

So lässt sich auf Knopfdruck die WLAN Leistung dem Bedarf anpassen und auch die LAN Schnittstellen können in ihrer Geschwindigkeit auf 100Mbits gedrosselt werden oder sogar ganz abgeschaltet werden. Da das Gerät maximal 24 Watt verbrauchen kann, wurde der Stromverbrauch von uns einmal näher unter die Lupe genommen. So verbrauchte das Gerät bei aktiviertem Gigabit LAN auf allen vier Buchsen, WLAN auf Höchstleitung und aktiviertem DECT rund 13 Watt, während im Eco Modus lediglich 5 Watt verbraucht wurden. Gemessen wurde der Stromverbrauch mit einem Voltcraft Energy Check 3000 Messgerät an der Steckdose.

LTE Modem & Anbieter
Zuletzt ein kurzes Wort zum Herzstück der FRITZ!Box 6840, dem LTE Modem. Dieses unterstützt leider nur die Frequenzen um 800MHz und 2600MHz – ein Einsatz in den 1800MHz Frequenzen, welche von der Deutschen Telekom in vielen Städten eingesetzt werden, ist erst in einer späteren Revision der Box möglich! Außerdem gibt es noch ein kleines, aber feines Problem mit der Nutzung in bestimmten Tarifen von Telekom und Vodafone: zwar ist die Fritzbox 6840 im Vodafone Netz generell ohne Probleme nutzbar, jedoch gibt der Anbieter aktuell (stand 15.11.2011) die für Telefonie nötigen VoIP Zugangsdaten nicht heraus. Bedeutet: Die LTE-Tarife, welche aktuell mit Easybox + Turbobox vermarktet werden und einen Telefontarif enthalten, sind nur ohne Telefonfunktion nutzbar. Update 19.12.11: mit Firmware 105.05.09 soll die Nutzung auch mit Vodafone LTE&Telefon Tarifen möglich sein. Bei der Telekom ist die Situation für Nutzer des Tarifs “Call & Surf Comfort via Funk” leider auch nicht besser: hier erlaubt die Telekom als Endgerät nur ihren eigenen Speedport LTE/HSPA – Fremdgeräte sind von der Nutzung ausgeschlossen! Sobald sich an dieser Politik der Netzbetreiber etwas ändert, werden wir es selbstverständlich hier bekannt geben.

Nichts desto trotz lassen sich natürlich die “normalen” Datentarife von Telekom und Vodafone mit der Fritzbox LTE nutzen, die Telefonie müsste dann ggfs. per eigener VoIP Lösung gemeistert werden.

Fazit:
Zweifelsohne ist die FRITZ!Box 6840 LTE aus dem Hause AVM ein großer Wurf und gerade als Lösung für den dauerhaften Internetzugang weit besser geeignet als ein Surfstick wie der Huawei E398 oder die Easybox von Vodafone. Der Router bekommt von uns für seine gebotene Leistung eine klare Kaufempfehlung, denn er liefert hohe Bandbreiten und bekannten “DSL Festnetz Komfort”. Ebenfalls nennenswert sind die wechselbaren Antennen, die einen guten Empfang bieten. Doch es gibt auch Schattenseiten an dem neuen Klassenprimus der Funkrouter. So bekommt die FritzBox Abzüge im Bereich des Funkmoduls, weil es keine 1800 MHz unterstützt, was zumindest im städtischen Gebiet schnell zum Nachteil werden könnte.

AVM FRITZ!Box 6840 LTE (LTE-Router, 300 MBit/s, DECT-Basis, 4 x Gigabit-LAN), deutschsprachige Version

Preis: EUR 723,09

4.0 von 5 Sternen (157 Rezensionen)

7 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 248,21

  • Speedy

    Netter Bericht!
    Für technisch versierte Nutzer mag es noch interesant sein, dass sich die nötigen VoIP Zugangsdaten zumindest aus der Easybox 803 von Vodafone inzwischen mit einem kleinen Javaprogramm “extrahieren” lassen (Google: Sprachpasswort Easybox).
    Falls der Huawei E398 (Speedstick LTE) in kurzer Zeit günstiger werden sollte und man für den LTE-Empfang eh eine externe Antenne benötigt, könnte eine Fritz!Box 7270/7390 mit aktueller Laborfirmware in Kombination mit dem LTE Stick eine interessante Alternative zur doch recht teueren Frtz!Box LTE darstellen. Zwar muss man dann auf die Empfangsstärkeanzeigen bei der Einrichtung verzichten, aber mit ein wenig Testaufwand, sollte sich ein optimaler Standpunkt für die externe Antenne auch so bestimmern lassen.
    Ein großer Vorteil wäre in dieser Kombination, dass auch die 1800MHz Frequenzen der Telekom mit abgedeckt wären.

  • Rolf Leermann

    Super Test!
    Jetzt bleibt ja eigentlich wirklich nur noch zu hoffen, dass Vodafone die Fritzbox auch in sein Programm aufnimmt und man bei Vertrags abschluss wählen kann zwischen Fritzbox und Easybox.

  • Simon

    @Speedy

    Die Kombination mit einer herkömmlichen Fritzbo und dem E398 habe ich mit der Fritze von Max (7390) und besagter Laborfirmware getestet. Das klappt war auch wunderbar, aber hat auch einige Nachteile. Die Einwahl daiuert länger, und wenn man kein USB Hub benutzt enfällt damit auch der einzige Port an der Fritze, an der vllt der heimische Drucker hängt.

    Neben der Ausrichthilfe kannst du aber auch den Onlinezähler nicht ganz so präzise einstellen, keine Warnungen verschicken und eine coole Info LED hast du dann auch nicht ;) technisch fast gleichwertig würde ich sagen, aber nicht ganz so benutzerfreundlich und perfekt wie das geschlossene System.

    @Rolf

    ja, wünschenswert wäre dies allemal. Zumal sich der Aufpreis wirklich lohnen würde, allerdings glaube ich, das Vodafone auch in Zukunft nur auf seine Router Marke Eigenbau setzen wird.

  • freaxx

    AVM hatte mir noch am Freitag mitgeteilt,
    dass auch Vodafone LTE Telefonie (VoIP over LTE) mit dieser Box laufen soll (?)

    In diesem Test steht nun etwas anderes.

    Habt Ihr dass denn mal mit einer Vodafone LTE SIM Karte ausprobiert mit Vodafone-Tarif “LTE Internet & Telefon” ?

  • Speedy

    @Simon
    Wenn die Einwahl nur etwas länger dauert ist das ja nicht so schlimm, sofern sie denn dauerhaft und vor allem stabil bestehen bleibt. AFAIK hat die 7390 2x USB, einen Drucker kann man daher auch noch anschließen und bei nem 10GB Flat Tarif ist der ganz genaue Onlinezähler nicht für mich nicht ganz so entscheidend. Etwas schleierhaft ist mir, was Du mit den Warnungen meinst. Sobald es nach einer Trennung wieder ne externe Verbindung gibt und DynDNS auch über den Stick funzt kann man auf der Box doch nach Warnungen schauen?
    Den Vorteil, den ich in der 7390+E98 Lösung sehe ist, dass 1) alle 3 LTE Frequenzen abgedeckt (die FritzBox LTE hat ja nur 2 Bänder) sind und dass man einen Fallback auf DSL hat, den es mangels DSL-Model in der FritzBox LTE nicht mehr gibt. Wir haben zwar nur DSL 1000 aber für einige wichtige Admin-Aufgaben ist das schon ausreichend.

    @freaxx
    VoIP funktioniert auch mit der FritzBox, sofern Du es denn einrichten kannst (Login/Passwort für VoIP). Und genau daran scheiterte es bislang, da Vodafone eben diese für die Konfiguration notwendigen Daten nicht herausgerückt hat. Die wurden bei der Einrichtung der Vodafone Hardware (Turbobox + Easybox) vom Provider mittels TR069 “gepushed” und der Benutzer bekommt sie nicht im Klartext zu sehen. Daher habe ich ja auch oben geschrieben, dass es ein Javaprogramm gibt, um diese Daten einer Easybox zu entlocken.

  • freaxx

    @Speedy:
    genau das meinte der AVM-Mitarbeiter aber, dass es “genau wie bei der Eaybox/Turbobox-Kombination” automatisch eingerichtet wird nach einlegen der Vodafone SIM Karte (?)

    mir wird wohl nichts anderes uebrig bleiben als es selbst zu testen … ;-)

    Das Java-programm habe ich auch gefunden… danke fuer diesen Hinweis.
    habe 10 (SIP) Nummern (“MSN”) in der Easybox 803,
    mal sehen, ob die alle die gleichen Zugangsdaten haben oder ob ich dann 10 Saetze mit verschiedenen Zugangsdaten irgendwie im Klartext lesen kannn … (?)

  • Max

    Ich habe bereits am Freitag eine Anfrage an die AVM Presseabteilung zur Nutzbarkeit mit Vodafone und Telekom geschickt, mit der ich mir Klarheit zu der Vodafone-Frage erhoffe. Sobald ich eine Antwort bekomme, werde ich es natürlich hier veröffentlichen.

  • freaxx
  • Max

    Danke für den Link – das ist eindeutig. Sprich: die FritzBox wird nicht von Vodafone verkauft werden und jeglicher Support zu deren Benutzung ist auch nicht zu erwarten. Naja wenigstens funktioniert es mit ein bisschen Frickeln und wird nicht von vornherein unterbunden, wie bei der Telekom.

  • freaxx

    ich schrieb:@Speedy:
    genau das meinte der AVM-Mitarbeiter aber, dass es “genau wie bei der Eaybox/Turbobox-Kombination” automatisch eingerichtet wird nach einlegen der Vodafone SIM Karte (?)

    muss mich da berichtigen (heute noch mal intensiv mit AVM und Vodafone telefoniert):

    folgendes ist Fakt:
    Vodafone: Vodafone rückt auf keinen Fall die Anmeldedaten raus.
    AVM: es gibt keine automatische Konfiguration der “FRITZ!Box 6840 LTE”, auch nicht im Vodafone-Netz, man muss die SIP-Daten ganz normal eingeben.

    also geht wohl nur die schon angesprochene “Frickel-Lösung” mit dem decodieren der ausgelesenen Konfig-Daten aus der EasyBox 803…
    –> https://www.arcor-user-forum.de/sprachpasswort-aus-easyboxen-auslesen-ultimative-methode-4550/#post31535

  • LionKing

    Wieviel MBit/s kommen denn effektiv raus? Bei Down- und Upload?

  • Max

    Theoretisch kann die FritzBox bis zu 100Mbit/s down und bis zu 50Mbit/s up im 2,6GHz Band. Auf 800MHz sind theoretisch rund 50Mbit/s down und etwa 20Mbit/s up drin, kann aber auch etwas mehr sein.

    Praktisch wirst du diese Datenraten aber wohl eher selten erreichen, liegt nun mal an der Tatsache, dass sich alle Nutzer die Bandbreite der LTE-Funkzelle teilen müssen. Wir haben für den Test einen Tarif verwendet, der maximal 21,5Mbit/s down und 5,7Mbit/s up zulässt – diese Geschwindigkeiten konnten wir auch problemlos erreichen.

  • freaxx

    Was ich noch herausgefunden habe (bzgl. Backup-WAN):

    – der (zusätzliche) Anschluss eines DSL- oder Kabel- Modems über den “LAN 1”-Anschluss,
    so wie im folgenden Link beschrieben,
    ist bei der “FRITZ!Box 6840 LTE” NICHT möglich !
    –> https://www.avm.de/de/Service/FAQs/FAQ_Sammlung/12736.php3

    – der (zusätzliche) Anschluss eines USB-Surf-Sticks (UMTS),
    so wie im folgenden Link beschrieben,
    ist bei der “FRITZ!Box 6840 LTE” NICHT möglich !
    –> https://www.avm.de/de/Service/FAQs/FAQ_Sammlung/15982.php3

  • Max

    @freayy: Kann ich bestätigen, wir haben für den Test beides ausprobiert – geht beides nicht. Schade eigentlich…

  • freaxx

    das ist echt schwach !
    dafür dass es die teuerste Fritzbox überhaupt ist … :-(

  • techno

    Hallo,
    habt Ihr schon die neue Firmware 105.05.09 getestet ??
    mit “Einrichtungsassistent für Vodafone Sprach-Tarif”
    –> https://goo.gl/C95V4

    wäre ja mal interessant, ob man sich dann das weiter oben (schon beschriebene) Gefrickel mit der “Easybox 803” (zum herausbekommen der SIP-Daten) sparen könnte ?

  • water_mark

    moin allerseits,
    habe mir die 6840 LTE geholt und auch einen Telekomtarif abgeschlossen. Verbindung klappt, alles bestens, nur leider komme ich nicht ins Netz.
    Unter dem zynischen Slogan “erleben was verbindet” wird mir auf einer Telekom-Standardseite mitgeteilt, dass dieses Gerät leider nicht zur benutzung von meinem Tariif bestimmt ist.
    Hardware branding ! Was soll das? Hat jemand ne Ahnung wie man das abstellt?

    Danke und Gruß marK

  • Max

    Servus water_mark,
    da muss ich dich leider enttäuschen, die Sperre lässt sich nicht aufheben. Die Telekom erlaubt nur den Speedport HSPA und den Speedport LTE in deinem Tarif, wie oben im Test beschrieben! Da hilft alles nix, man kann nur darauf hoffen, dass die Sperre in Zukunft irgendwann mal aufgehoben wird.

  • U.B.

    “Bei der Telekom ist die Situation für Nutzer des Tarifs “Call & Surf Comfort via Funk” leider auch nicht besser: hier erlaubt die Telekom als Endgerät nur ihren eigenen Speedport LTE/HSPA – Fremdgeräte sind von der Nutzung ausgeschlossen!”

    Ich weiß nicht ob das, was Telekom macht so rechtens ist. Telekom zwingt einen den Router für ca. 300€ zu kaufen oder mieten. Das heisst , ich zahle knapp 40€ und kann meine eigenen Geräte nicht nutzen, um ins Netz zu kommen?Ich werde sogar IMEI technisch überprüft, ob ich auch wirklich die Hardware von Telekom benutze. Ich halte dies für sehr bedenklich.
    Wäre das nicht ein Fall für den Verbraucherschutz??

  • Max

    Es ist halt nicht sehr kundenfreundlich, aber das es verboten wäre, kann ich mir auch nicht vorstellen. Der Router ist ja auch nicht mehr sooo teuer, einen Huawei B390s-2 (Speedport LTE, Vodafone B1000, O2 LTE Router) bekommt man ja tlw. schon für unter 100€ im Netz, wobei die Miete mit 120€ auf 2 Jahren auch nicht wesentlich teurer ist.
    Aber ich hoffe ja immer noch, dass die Telekom bald auch Hardware von Fremdherstellern freigibt.

  • U.B:

    Hallo Max,

    ich meine die Überprüfung meiner IMEI ‘(Datenschutztechnisch)beim Hardwareeinsatz und die Benachteiligung gegenüber anderen normalen DSL nutzern. Aus der Not wird noch Gewinn gemacht…..

  • Max

    Achso, das meinst du. Nein, das ist Datenschutztechnisch kein Vergehen, denke ich. Die Betreiber sind sogar verpflichtet, die IMEI aufzuzeichnen und in ihren Systemen sichtbar zu machen (Stichwort Polizei-Ortung, Terrorgefahren usw.). Die Betreiber nutzen die IMEI Daten aber z.B. auch dazu, bestimmte Dienste wie etwa die Modem-Nutzung bei Handy-Tarifen auszuschließen. Eine andere Möglichkeit haben die auch kaum…

  • U.B.

    Hallo max

    Das mag sein das dies unter bestimmten umstaenden kein vergehen ist wenn ein trifftiger Grund vorhanden ist.
    Aber da wird kontrolliert, ob du wirklich den ihr Modem benutzt oder nicht.( das heist, die IMEI des routers wird ueberprueft, passt die nicht, fliegst du raus)
    Warum die das machen, koennen sie nicht begruenden.
    Fuer mich riecht es nach geldmacherei…..
    Ich werde mal das problem mal an den richtigen stellen zu sprache bringen……
    Schon allein das die dich quasi dazu zwingen den ihre Produkte zu nehmen halte ich wettbewerbtechnisch fuer sehr fragwuerdig…(vorteil fuer den Hersteller Huawei, Nachteil fuer andere Hersteller)

  • Max

    Ja, du hast schon Recht. Besonders der Hersteller AVM sollte ein gesteigertes Interesse daran haben, dass diese Blockierung aufgehoben wird…

  • dslhead

    Hallo, kann schon jemand sagen, ob der Telekom web`n walk XL und XXL auf der Fritzbox 6840 läuft? Wenn ja, wie gut?

  • Max

    Hallo, kann schon jemand sagen, ob der Telekom web`n walk XL und XXL auf der Fritzbox 6840 läuft? Wenn ja, wie gut?

    Läuft sehr gut, in der neuesten Firmware sogar komplett ohne manuell irgendwelche Einstellungen vornehmen zu müssen. Einfach Simkarte rein, Pin eingeben und schon ist man verbunden. Sogar äußerst stabil, wie ich in den letzten 2 Wochen erleben durfte.

  • dslhead

    Hi MAX, danke für die schnelle Antwort, hast du den XL oder den XXL Tarif getestet? Wie schnell läuft es ungefähr?

  • Max

    Weder XL noch XXL, hatte jetzt für 2 Wochen den Complete L mit Speed-Option (maximal 21,6Mbit/s im Downstream). Obwohl der Empfang ziemlich schlecht war, konnte ich die 21Mbit/s mit der 6840 immer erreichen. Den XXL hat ein Kollege in der FritzBox laufen (die 100Mbit/s Version des Tarifs, seit Sommer erhältlich) – der hat schon 53Mbit/s gemessen mit der FritzBox. Viel mehr ist auf 800MHz vermutlich auch nicht möglich…

  • U.B:

    So, mal bei Facebook auf der Telekom profil dampf abgelassen.Sollten vielleicht alle mal tun.
    Übringens, steht in den AGB nichts von einer Hardwarebindung.

  • dslhead

    Das ist ja auch seltsam, das jetzt der Complete L auch läuft, welche Tarife laufen noch auf der Fritzbox? Auch UMTS Tarife? Hat schon jemand Erfahrungen mit dem XL Tarif, das der auch sicher läuft?

  • Max

    Es laufen alle Tarife der Telekom, außer dem Call&Surf via Funk Tarif! Das ist ganz sicher! Einzig bei Prepaid-Karten könnte es evtl. Probleme geben, wenn diese nur für die Nutzung mit einem Handy zugelassen sind. Die Nutzung mit dem XL ist daher ebenfalls problemlos möglich.

  • dslhead

    Na das ist ja mal ne Ansage, denke viele Leute haben auf so eine Auskunft gewartet. Viele Grüße.

  • dslhead

    Habe gerade die Fritzbox eingeschaltet, sollte es bei “NETZE” die verfügbaren LTE Netze anzeigen auch wenn keine Karte im Gerät ist? Oder muss eine Karte im Gerät sein. Es zeigt bei mir keine LTE Netze gefunden an, also UMTS läuft bei uns und LTE ist auch auf der Telekom Seite aufgeführt, woran kann das liegen?

  • Max

    Es muss eine Simkarte in der Box sein, und wenn es nur eine Prepaid-Karte ist. Ohne Simkarte war bei mir auch kein Netz sichtbar ;)

  • dslhead

    @Max, also habe jetzt eine discotel Telekom UMTS Karte in der Fritzbox gehabt, funktioniert gar nicht, zeigt auch keine Netze an. Danach Test mit Call&Surf via Funk, zeigt nun im 1. Versuch Netze an, im 2. Versuch wieder nicht? Schon klar, das diese Karte nicht funktioniert für Internet, wollte aber nur wissen, ob die LTE Netze angezeigt werden,also wie gesagt, beim 1. Versuch ja, beim 2. nein, woran könnte das liegen? Muss wir wohl doch so einen XL oder XXL Vertrag holen, oder? Viele Grüße

  • Max

    Das hört sich nicht so ideal an. Die C&S via Funk Karte sollte insofern schon funktionieren, dass das richtige Netz angezeigt wird und man auch eine Verbindung herstellen kann (wichtig: als APN internet.home eingeben!). Allerdings wird im Browser dann angezeigt, dass du die falsche Hardware nutzt. Zum Empfang anzeigen sollte es aber in jedem Fall ausreichen. Warum die discotel nicht geht weis ich nicht, aber das verwundert mich nun nicht so wirklich, nach dem die Telekom ziemlich argen Zoff mit Drillisch hat(te).

  • dslhead

    Hallo, hat nun endlich funktioniert! :) Danke nochmals für die Hilfe.

  • Speedy

    @ad97bb00fff111ca179a8c23fd07eccd:disqus

    ich kann bestätigen, dass auch die Firmware 105.05.09 bzgl. SIP Anmeldung bei Vodafone keine Abhilfe bringt. Eine automatische SIP Einrichtung via TR069 o.ä. funktioniert nicht, man muss VoIP manuell konfigurieren.
    Wir haben die Fritz!Box LTE 6840 mit einem _Sprachtarif_ von Vodafone im Einsatz. Dieser ist auch  notwendig, um eine öffentliche IP-Adresse zu bekommen, welche in Kombination mit DynDNS auch ein VPN ermöglicht. LTE Tarife bei Vodafone  ohne VoIP bekommen im Internet lediglich IP-Adressen au nem 10.0.0.0/24 Netz und sind somit quasi wie nen NAT womit kein DynDNS funktioniert (Stand März 2012).

    Wir haben, um an die Vodafone SIP Daten zu kommen, somit einmal die Vodafone Hardware ausgepackt und angeschlossen, damit die Zugangsdaten auf die EasyBox “gepushed” werden, dann die Konfiguration auf nen PC exportiert und anschließend mit dem im oben referenzierten Forum das Java Tool die SIP Zugangsdaten ausgelesen.
    Mit diesen Zugangsdaten (Telefonnummer=Login, Sprachpasswort=”liefert Java Tool”) kann man dann die Fritz!Box LTE 6840 konfigurieren und auch VoIP benutzen.

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