Die Deutsche Telekom hat auf der IFA 2018 den Speedport Pro Router vorgestellt. Der neue Router ist nicht nur der Nachfolger des Speedport Hybrid, sondern gleichzeitig auch ein High-End Router für den VDSL- und Glasfaser-Anschluss, denn das Gerät vereint alle aktuellen Anschluss-Technologien in sich. Die technischen Daten sind deutlich besser als beim Speedport Smart, doch mit 399,95 Euro wird der Speedport Pro auch mehr als doppelt so teuer wie der Smart sein. 

Der Telekom Speedport Pro Router. Bild: maxwireless.de.
Der Telekom Speedport Pro Router. Bild: maxwireless.de.

Neues Design für den Speedport Pro

Der Telekom Speedport Pro wurde bereits vor der offiziellen Präsentation auf der IFA mit dem German Design Award ausgezeichnet. Das Design konnte auf der Messe auch sofort überzeugen, optisch ist der schwarze Speedport Pro ein echtes Highlight. Die Abmessungen sind mit 137 x 242 x 137 mm allerdings auch stattlich und mit 1,8 Kilogramm ist der Router vergleichsweise schwer. Das Gerät wird „stehend“ betrieben, eine Wandmontage ist nicht möglich.

Der Telekom Speedport Pro von oben. Bild: maxwireless.de.
Der Telekom Speedport Pro von oben. Bild: maxwireless.de.
Die WLAN- und Geräte-Infos sind unter einer kleinen Abdeckung versteckt. Bild: maxwireless.de.
Die WLAN- und Geräte-Infos sind unter einer kleinen Abdeckung versteckt. Bild: maxwireless.de.

Auf der Front gibt es fünf LEDs für den Betriebsstatus, darunter befindet sich eine NFC Antenne zur schnellen Verbindung mit dem Smartphone. Darunter sind zwei weitere Tasten für WLAN bzw. zur Anmeldung von Endgeräten angebracht. Auf der Oberseite gibt es eine kleine Klappe, darunter sind die WLAN Zugangsdaten abgedruckt. Die Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite sowie auf der Unterseite. Auf der Rückseite sind 2 USB 3.0 Anschlüsse zu finden, die leider sehr eng beieinander liegen. Daneben gibt es einen RJ11-Anschluss für Telefone, mit dem mitgelieferten Adapter von RJ11 auf 2x TAE können zwei Telefonie-Geräte an den Speedport Pro angebunden werden. Ein Anschluss für ein ISDN-Gerät ist ebenfalls vorhanden. Eine Besonderheit ist der SFP Modul Schacht, dort kann mit einem entsprechenden SFP Modul die Anbindung an Glasfaser hergestellt werden.

Rückseite des Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Rückseite des Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Rückseite des Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Rückseite des Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.

Auf der Unterseite gibt es vier RJ45 Gigabit Ethernet Schnittstellen, davon ist eine als WAN/Link Port für den Anschluss an ein ONT ausgelegt. Außerdem gibt es auf der Unterseite einen Nano-SIM Schacht, einen MicroSD Speicherkarten-Schacht und eine Reset-Taste. Anschlüsse für Netzteil und DSL sind ebenfalls auf der Unterseite. Für die Kabel gibt es eine Durchführung am Gerät.

Anschlüsse auf der Unterseite des Telekom Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Anschlüsse auf der Unterseite des Telekom Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Anschlüsse auf der Unterseite des Telekom Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Anschlüsse auf der Unterseite des Telekom Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.

Was dem Speedport Pro leider fehlt: Anschlüsse für eine externe Mobilfunk-Antenne. Der Vorgänger Speedport Hybrid hat dafür zwei SMA Anschlüsse, beim Speedport Pro hat sich die Telekom dagegen entschieden. Ein Argument war wohl, dass der Router so viele verschiedene Frequenzbänder unterstützt und viele Nutzer nicht die optimale Qualität mit einer externen Antenne bekommen würden. Dennoch ist das schade, denn insbesondere in Regionen mit schwachem Empfang konnte man die Empfangsqualität durch eine externe Antenne signifikant steigern.

Hybrid: LTE und DSL kombiniert

Das LTE Modem im Speedport Pro kann Datenraten von bis zu 300 MBit/s im Downlink und bis zu 50 MBit/s im Uplink erreichen (LTE Kategorie 6). Die zweifache Kanalbündelung (Carrier Aggregation) wird im Downlink unterstützt, welche Frequenzband-Kombinationen im Detail verwendet werden können, ist allerdings bislang unbekannt. Das Modem funkt auf folgenden LTE Bändern: B3, B7, B8, B20, B28, B32. Neben den „üblichen“ Frequenzbändern werden also auch die künftig wichtigen Bereiche um 700 und 1500 Megahertz unterstützt.

Der Telekom Speedport Pro Router (Rückseite). Bild: maxwireless.de.
Der Telekom Speedport Pro Router (Rückseite). Bild: maxwireless.de.
Externes Glasfaser-Modem am Speedport Pro Router. Bild: maxwireless.de.
Externes Glasfaser-Modem am Speedport Pro Router. Bild: maxwireless.de.

Neben dem LTE Modem gibt es natürlich auch ein integriertes DSL Modem, welches mit allen aktuellen DSL-Standards kompatibel ist. Mit VDSL Supervectoring sind bis zu 250 MBit/s im Telekom-Netz erreichbar. Am Glasfaser-Anschluss braucht man noch ein externes Glasfasermodem, theoretisch kann im Speedport Pro jedoch auch ein SFP Modul für Glasfaser eingebaut werden, wie oben bereits erwähnt. Auf der IFA lief der Telekom Speedport Pro an einem externen Glasfaser-Modem, welches oben im Bild zu sehen ist.

Bei der Software setzt die Telekom für den Speedport Pro  auf ein modern gestaltetes Webinterface, welches sich automatisch an die Bildschirmgröße (z.B. Tablet, Smartphone, PC) anpasst.

Webinterface des Telekom Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Webinterface des Telekom Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Webinterface des Telekom Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Webinterface des Telekom Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Webinterface des Telekom Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.
Webinterface des Telekom Speedport Pro. Bild: maxwireless.de.

Der Speedport Pro soll noch vor Weihnachten, im Dezember 2018, zu einer UVP von 399,95€ in den Handel kommen. Eine Miete über das Endgeräte Service-Paket der Telekom ist ebenfalls möglich, dann kostet der Speedport Pro 9,95€ im Monat.

Download: Datenblatt zum Telekom Speedport Pro (PDF)