10 Gigabit 5G

Anlässlich der CeBIT hat Vodafone nicht nur Verbesserungen für das 4G Netz vorgestellt, sondern auch einen ausführlichen Blick auf den LTE-Nachfolger 5G ermöglicht. So präsentierte Prof. Dr. Gerhard Fettweiss, Inhaber des Vodafone Stiftungs-Lehrstuhls an der TU Dresden, Geschwindigkeiten von rund 10 Gigabit pro Sekunde über 5G. Wie alle anderen wichtigen Akteure in der Mobilfunk-Branche plant auch Vodafone, bis 2020 erste 5G-Netze kommerziell einsetzen zu können. Ein großes Augenmerk liegt dabei nicht nur auf der gesteigerten Geschwindigkeit, sondern auch in deutlich geringeren Latenz-Zeiten im Vergleich zu LTE.

Fettweis Vodafone 2015
Prof. Fettweiss (links) erklärt den 5G Test. Rechts: Vodafone Deutschland CTO Eric Kuisch

Für den 5G Test auf der CeBIT wurde Frequenzspektrum bis hin zum Bereich um 60 GHz verwendet. Zum Vergleich: heutzutage sendet LTE auf bis zu 2,6 GHz, also in einem deutlich niedrigeren Frequenzbereich. Prof. Fettweiss nennt die dahinter verborgene Technik „Generalized Frequency Division Multiplexing“.

GFDM im Detail
GFDM im Detail

Der Vorteil von 5G, welches zu Beginn im Jahre 2020 laut Vodafone Presse-Sprecher Dirk Ellenbeck wohl eher mit 1 GBit/s starten wird anstatt mit den gezeigten 10 GBit/s, ist aber nicht nur die höhere Geschwindigkeit. Es werden auch stark verbesserte Latenzzeiten von bis zu einer Millisekunde angestrebt, sodass neue, extrem zeitkritische Dienste realisiert werden können. Am besten kann man dies an Demo-Videos nachvollziehen, welche auf der Internetseite des 5G Lab Germany zur Verfügung stehen.