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Vodafone hat auf seiner IFA Pressekonferenz den Start von LTE-Advanced Kategorie 6 in 50 Städten angekündigt. Mit einem entsprechenden Endgerät und einem passenden Tarif sind somit künftig bis zu 225 MBit/s im Downlink erreichbar, im Uplink sind bis zu 50 MBit/s möglich. Die Technologie, mit der Vodafone die Geschwindigkeit steigern konnte, nennt sich Carrier Aggregation: hier wird das Frequenzspektrum im Bereich von  800 und 2600 Megahertz zu einem insgesamt 30 MHz breiten Träger gebündelt. Weiterhin kommt natürlich die bei LTE obligatorische MIMO Technologie zum Einsatz, derzeit noch in der 2×2 Konfiguration.
Neben LTE-Advanced zeigt Vodafone auf der IFA auch LTE-Broadcast, eine Technologie zur ressourcenschonenden Verbreitung von TV-Inhalten über das LTE Mobilfunknetz.

LTE-Advanced „demnächst“ verfügbar
Wann genau LTE-Advanced verfügbar ist und in welchen 50 Städten, hat Vodafone in seiner Pressemitteilung noch nicht verraten. Hier spricht man lediglich von „demnächst“. Einen entsprechenden Tarif für 225 MBit/s bietet der Düsseldorfer Anbieter aber bereits an: die MobileInternet Flat 42,2 ist aktionsbedingt kostenlos für die maximale LTE-Geschwindigkeit freigeschaltet. Sie kostet im Vodafone Online-Shop monatlich 29,99 Euro, wobei zusätzlich noch eine Anschlussgebühr von 29,99 Euro anfällt. Die Mindestlaufzeit beträgt 24 Monate.

LTE Cat6 Hardware
Die Endgeräte für LTE Kategorie 6 lassen noch auf sich warten. So ist derzeit weder ein Surfstick noch ein Router oder ein mobiler WLAN Hotspot bei Vodafone erhältlich, der die hohen Geschwindigkeiten von bis zu 225 MBit/s unterstützt. In Kürze dürfte sich das aber ändern, so wird zum Beispiel der LTE-Router Vodafone B4000 kommen und außerdem werden mit dem Samsung Galaxy Note 4 und dem Samsung Galaxy Alpha erste Smartphones für LTE-Advanced Cat6 erhältlich sein.

Das Samsung Galaxy Note 4 kann LTE-Advanced Cat6
Das Samsung Galaxy Note 4 kann LTE-Advanced Cat6

LTE Broadcast für TV-Anwendungen
Ebenfalls auf der IFA zeigt Vodafone die LTE-Broadcast Technologie. Diese wurde bereits vor einigen Wochen in Zusammenarbeit mit Ericsson im Fußball-Stadion von Borussia Mönchengladbach demonstriert und erlaubt die ressourcenschonende Verbreitung von Video-Inhalten wie etwa TV-Streams. Dafür wird ein Bruchteil der zur Verfügung stehenden Kapazität der LTE-Zelle speziell für die Übertragung dieser Inhalte reserviert und alle Endgeräte können diesen einen „Slot“ benutzen, ohne das unnötig viel Kapazität in der Zelle belegt wird.