Test: TP-Link M5360 MiFi Router

Test: TP-Link M5360 MiFi Router

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TP-Link M5360

TP-Link hat mit dem M5360 MiFi-Router einen weiteren mobilen WLAN-Hotspot auf den Markt gebracht. Im Vergleich zu den günstigeren Geräten TP-Link M5350 und TP-Link M5250 bietet der M5360 eine deutlich bessere Ausstattung, bleibt mit einem Preis von aktuell rund 70 Euro ohne Vertrag aber dennoch recht preiswert. Das Highlight des TP-Link M5360 ist sicherlich der integrierte Akku mit einer Kapazität von 5.200 mAh – dieser bietet laut TP-Link nicht nur eine Betriebszeit von bis zu 17 Stunden durchgängigen Betrieb, sondern ermöglicht auch die Aufladung anderer Endgeräte wie Smartphones über die integrierte USB-Schnittstelle („Powerbank“). Im Test von maxwireless.de muss der TP-Link M5360 zeigen, ob er in der Praxis überzeugen kann.

Verpackung des TP-Link M5360
Verpackung des TP-Link M5360
Im Lieferumfang sind auch SIM-Karten Adapter enthalten.
Im Lieferumfang sind auch SIM-Karten Adapter enthalten.

Technische Daten, Lieferumfang und erster Eindruck
Der TP-Link M5360 kommt in einem weißen Plastik-Gehäuse daher, welches auf den ersten Blick nicht besonders auffällt. Die Abmessungen (100 x 44,3) sind für einen MiFi-Router im normalen Bereich, nur die Dicke von 3 Zentimetern ist recht ungewöhnlich, wobei man hier natürlich berücksichtigen muss, dass der starke interne Akku mehr Platz benötigt als bei vergleichbaren Geräten. Auf der Front findet man ein kleines, stromsparendes OLED Display, auf dem die wichtigsten Informationen wie etwa Akku-Status und Signalstärke eingeblendet werden.

Das Modem des TP-Link M5360 ist für heutige Verhältnisse recht langsam. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 21,6 Megabit pro Sekunde im UMTS-Netz, im Upload sind theoretisch bis zu 5,76 MBit/s möglich. Die Nutzer müssen sich also mit „einfachem“ HSPA+ begnügen, das wesentlich schnellere DC-HSPA+ ist nicht nutzbar und auch auf LTE muss man leider verzichten. Aber dafür ist der TP-Link M5360 ja auch deutlich günstiger als Geräte mit einem schnellerem Modem.

Vorderseite mit Display und Micro-USB Ladeanschluss
Vorderseite mit Display und Micro-USB Ladeanschluss

Das integrierte WLAN-Modul erreicht bis zu 72 MBit/s (WLAN 802.11b/g/n) und kann auf Wunsch bis zu 10 Endgeräte mit einer Internetverbindung versorgen. An der Seite des Routers wurde ein Schacht für MicroSD-Speicherkarten verbaut, bis zu 32 GB erkennt das Gerät problemlos. Zum Aufladen des TP-Link M5360 gibt es einen MicroUSB-Anschluss, weiterhin gibt es auf der Unterseite einen Full-Size USB-Port, mit dem man externe Geräte wie etwa Smartphones aufladen kann. Einen Anschluss für eine externe UMTS-Antenne gibt es leider nicht. Die SIM-Karte hat Standardgröße (Mini-SIM, 2FF) – TP-Link liefert erfreulicherweise Adapter von Nano- und Micro-SIM auf Standardgröße mit.

Software und Einstellungen
Die Konfiguration erfolgt über ein Webinterface direkt im Browser des jeweiligen Endgerätes. Das Webinterface ist sehr übersichtlich und reagiert schnell, lässt aber einige wichtige Einstellungen wie etwa die manuelle Wahl der Netztechnologie (LTE-only, 3G-only usw.) vermissen. Ansonsten bietet der TP-Link M5360 die für mobile WLAN-Router üblichen Einstellungen: der WLAN-Name kann geändert werden, das Passwort natürlich ebenso und auf der Startseite des Webinterface gibt es ausreichend Statistiken zur Internet-Nutzung, aufgeteilt nach Datenverbrauch und Online-Zeit.

Auf dem kleinen Front-Display direkt am Gerät kann man zwar keine Einstellungen vornehmen, einige wichtige Informationen wie Akku-Zustand, Netzverfügbarkeit, Netzanbieter, verbrauchtes Datenvolumen und Online-Zeit werden aber übersichtlich angezeigt. Das Display ist auch in der Sonne sehr gut ablesbar und gehört zu den besten Anzeigen, die bisher in mobile Hotspots verbaut wurden.

Geschwindigkeit und Sendeleistung
Der TP-Link M5360 unterstützt in GSM-Netzwerken die Frequenzbereiche um 850, 900, 1800 und 1900 MHz (Quadband) und in UMTS-Netzwerken die Bereiche um 900 und 2100 Megahertz (Dualband). Damit ist das Gerät für den Einsatz in Europa gut gerüstet, eine Verwendung in Asien oder Amerika könnte aber ggfs. mit Einschränkungen verbunden sein.

Seite: Einschub für SIM-Karte und MicroSD
Seite: Einschub für SIM-Karte und MicroSD

Die Empfangs- und Sendeleistung im UMTS-Netz ist gut, auch in schwach versorgten Regionen kann der TP-Link M5360 noch eine Verbindung zum Internet herstellen. Die Funkleistung im GSM-Netz haben wir nicht getestet.

Weniger überzeugend sind die Geschwindigkeiten: oftmals erreicht der Router nur bis zu 5 Megabit pro Sekunde im Downlink, obwohl ein aktuelles Smartphone mit DC-HSPA+ Funktechnik in der gleichen Funkzelle mehr als die vierfache Geschwindigkeit bietet. Die größte Downlink-Geschwindigkeit haben wir im Netz der Deutschen Telekom gemessen, hier waren mit dem Router rund 14 MBit/s möglich. Aber auch hier gilt: andere aktuelle Geräte waren teils mehr als doppelt so schnell, ein Samsung Galaxy S4 etwa schaffte in der gleichen Zelle mehr als 29 MBit/s.

Bei der Uplink-Geschwindigkeit unterscheidet sich der TP-Link M5360 nur geringfügig von anderen Geräten. So haben wir maximal 4,1 MBit/s gemessen, ein akzeptabler Wert für das UMTS-Netz, wo theoretisch maximal 5,76 MBit/s möglich sind. 

Akku und Powerbank
Der integrierte Akku bietet mit 5200 mAh eine außerordentlich hohe Kapazität und dadurch auch eine lange Laufzeit. Im Dauerbetrieb werden laut TP-Link bis zu 17 Stunden erreicht, im Test konnten wir (aufgeteilt in mehrere Nutzungen) ähnliche Werte erreichen.

Rückseite mit gut sichtbarem USB-Anschluss
Rückseite mit gut sichtbarem USB-Anschluss

Die integrierte Powerbank-Funktion ist für viele Nutzer sicherlich mindestens ebenso interessant wie eine lange Hotspot-Laufzeit. Denn über den USB-Anschluss auf der Unterseite des TP-Link M5360 lassen sich andere Geräte wie etwa Smartphones sehr einfach unterwegs aufladen – ein passendes USB-Ladekabel vorausgesetzt. Der Anschluss liefert einen Output von 5V/1A und lädt die meisten Smartphones damit ähnlich schnell wie das Standard-Netzteil.

Fazit
Im Test konnte der TP-Link M5360 vor Allem durch den starken Akku und den günstigen Preis von nur rund 70 Euro ohne Mobilfunkvertrag überzeugen. Auch das Display hinterließ einen guten Eindruck, Informationen werden zuverlässig und gut sichtbar angezeigt. Bei der Geschwindigkeit liegt der TP-Link M5360 aber leider deutlich hinter der Konkurrenz von Huawei und co: ein HSPA+ Modem ist heutzutage eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Dennoch: für viele Nutzer dürfte der TP-Link M5360 einen guten Kompromiss aus Preis und Leistung bieten und daher das Gerät der Wahl sein!

Alternativen:
–       Huawei E5730 (5.200 mAh, DC-HSPA+)
–       Huawei E5776 (3.000 mAh, LTE)

  

Test Übersicht
Funktionsumfang
Geschwindigkeit / Funkleistung
Akku
Preis
  • Christian

    Hallo und danke für den Test. Von Interesse wäre noch die Reichweite des WLAN gewesen. Ich habe bei Amazon eine Bewertung gelesen, bei der 3-4 Meter genannt wurden. Wie ist Ihre Erfahrung?

  • Max

    Hallo Christian, ich habe “leider” nur im Altbau getestet. Da waren es mehr als die genannten 3-4 Meter. Durch 2 Wände und etwa 5 Meter Entfernung konnte man noch surfen.

  • Pingback: Test: TP-Link M7350 Mobile Wi-Fi Hotspot | maxwireless.de()