Kurztest: Vodafone B3000 LTE-Router

Kurztest: Vodafone B3000 LTE-Router

Von -
4

Vodafone B3000 Router

Mit dem Vodafone B3000 LTE-Router hat Vodafone den Nachfolger des B2000 LTE-Router auf den Markt gebracht, welchen wir im Jahre 2012 getestet haben. Die größte Neuerung ist die verbesserte Höchstgeschwindigkeit von 150 Megabit pro Sekunde (LTE Kategorie 4), die weiteren Änderungen fallen im Vergleich zum Vodafone B2000 eher gering aus. Ich konnte den Vodafone B3000 Router im Rahmen der CeBIT 2014 etwas genauer betrachten, entsprechende Fotos und ein Video vom Gerät findet ihr in diesem Artikel. Die Erfahrungen bezüglich Empfangsqualität und Datenraten basieren auf dem Test der Telekom Speedbox LTE II, da die beiden Geräte nahezu baugleich sind (beides Huawei B593s-12).

Lieferumfang und technische Daten
Der Vodafone B3000 LTE-Router wird von Huawei gefertigt und entspricht dem Modell Huawei B593s-12. Wie auch schon beim Vodafone B1000 und Vodafone B2000 wird ein umfangreiches Branding eingesetzt, welches den B3000 ganz klar als Vodafone-Gerät zu erkennen gibt. Für den Nutzer hat das eigentlich keine Nachteile, die Funktionen sind mehr oder weniger unverändert. Der Vodafone B3000 wird in einem schicken Karton im neuen Vodafone-Design geliefert und neben dem Router findet man im Lieferumfang noch ein Netzteil und ein kurzes Ethernet-Kabel. Außerdem ist natürlich noch eine Schnellstart-Anleitung und ein Sicherheitshinweis enthalten.

Anschluesse B3000

DSCN5647

Auf der Rückseite des Vodafone B3000 findet man diverse Anschlüsse: rechts sind 4 LAN-Schnittstellen, die jeweils mit maximal 100 MBit/s arbeiten. Daneben befinden sich zwei RJ-11 Anschlüsse für analoge Telefone und ein USB 2.0 Anschluss. An der rechten Seite ist noch ein separater Power-Schalter angebracht, an der linken Seite zwei Tasten für WLAN/WPS Schaltung. Die beiden Telefon-Anschlüsse sind aber nur für VoIP Telefonie nutzbar, Telefonie über das Mobilfunknetz (CS bzw. VoLTE) unterstützt der B3000 LTE-Router nicht.
Das interne WLAN-Modul arbeitet ausschließlich auf 2,4 GHz und unterstützt die Standards 802.11 b/g/n. Die Geschwindigkeit liegt je nach Entfernung zum Router bei etwa 90 MBit/s netto, sodass auch hier nicht die volle LTE-Geschwindigkeit erreicht werden kann. Die Reichweite des WLAN-Netzwerkes ist in Ordnung und für die meisten Nutzer sicherlich absolut ausreichend, auf Wunsch können bis zu vier separate SSIDs (Netzwerknamen) vergeben werden.

Rueckseite B3000

Empfang und Datenraten
Dank der Unterstützung für LTE Kategorie 4 sind mit dem Vodafone B3000 theoretisch Datenraten von bis zu 150 MBit/s im Downlink und 50 MBit/s im Uplink möglich. Allerdings bietet Vodafone diese Datenraten über LTE2600 derzeit nur in Städten und an Standorten mit sehr hohem Daten-Aufkommen an, im weit verbreiteten LTE800 bietet Vodafone bislang nur etwa 50 – 60 MBit/s im Downlink. Der B3000 kann diese Datenraten generell auch erreichen und ermöglicht schnelles und problemloses Surfen, doch einen kleinen „Konstruktionsfehler“ gibt es leider: weder über das WLAN-Modul noch über die LAN-Anschlüsse ist die Maximalgeschwindigkeit von 150 MBit/s nutzbar. Natürlich ist das für kaum einen Nutzer relevant, doch etwas merkwürdig ist es schon….

Die Empfangsqualität – gemessen mit einem baugleichen Modell – ist gut. Auch in Regionen mit schwachem Empfang sind noch gute Datenraten möglich. Da der Vodafone B3000 Router alle in Deutschland verwendeten Frequenzbänder unterstützt (LTE800, LTE1800 und LTE2600), ist das Gerät auch recht zukunftssicher. Auf Wunsch kann der Empfang mittels externer Antenne verbessert werden. Dazu befinden sich zwei SMA-Anschlüsse unter einer Abdeckung auf der Rückseite des Routers.

Fazit
Der Vodafone B3000 ist zweifelsfrei ein guter LTE-Router, mit dem die meisten Nutzer sehr zufrieden dürften. Allerdings gibt es auch einige Schwächen: die LAN-Anschlüsse arbeiten lediglich mit maximal 100 MBit/s und das WLAN ist nicht sonderlich schnell. Die Konsequenz: es ist unmöglich, die theoretische Modem-Maximalgeschwindigkeit von 150 MBit/s auch zu nutzen. Schon allein aus diesem Grund ist es wenig verständlich, warum Vodafone den B3000 LTE-Router überhaupt auf den Markt gebracht hat, denn mit dem Vodafone B4000 steht bereits ein deutlich leistungsfähigerer Nachfolger in den Startlöchern. Wer auf Gigabit-LAN und zukunftssichere WLAN-Funktechnik wert legt, sollte also unbedingt noch etwas auf den Nachfolger warten.

Vodafone Huawei B3000 LTE-WLAN Router + Ant

Preis: EUR 149,00

5.0 von 5 Sternen (1 Rezensionen)

1 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 149,00

  • Polo

    Hallo Maxwireless, Vielen Dank für die guten und vielen Infos.
    Ich habe trotzdem eine Frage. Mein B3000 von Vodafone erkennt meine externe Festplatte nicht. Diese wurde bis dato immer zum Musik abspielen benutzt. Haben Sie eine Idee, warum der B3000 diese nicht erkennt? Ich war naiv und dachte, anstecken und passt. Aber da habe ich mich geirrt. Bei meinem alten Roter gab es damit keine Probleme.

    Vielen Dank für Ihre Antwort

  • Max

    Hallo! Hm, gute Frage. Ich habe leider aktuell keinen B3000 hier um es zu testen, aber rein theoretisch solle das gehen. Gibt es denn im Einstellungs-Menü so etwas wie „freigeben“ oder so? Habe die Vodafone-Firmware leider auch nicht mehr im Kopf, kann daher aus dem Stand nicht helfen, sorry :(

  • Polo

    Danke für die schnelle Antwort.
    Man sagte mir bei Vodafone, daß der B3000 dafür nicht geeignet sei. Er hat zwar diesen USB Anschluß, dieser sei aber nicht fafür ausgelegt, daß man darüber eine Festplatte anschließen kann und beispielsweise Musik im Netzwerk hören kann. Ob man dem Glaube schenken darf, sei mal dahingestellt.

  • Pingback: Vodafone B3500 LTE Router in Ungarn erhältlich | maxwireless.de()