Vodafone hat zum Beginn des Jahres 2019 die ersten Mobilfunkstandorte mit Beamforming Antennentechnik ausgestattet. Dadurch verspricht sich der Anbieter eine verbesserte Netzversorgung und höhere Geschwindigkeiten. Zuerst kommt die neue Technik auf dem Land zum Einsatz, dort soll in Zusammenspiel mit dem Vodafone GigaCube LTE Router ein Ersatz für langsame DSL-Anschlüsse geschaffen werden.

Beamforming Antennentechnik. Bild: Vodafone.

Beamforming Antennen beinhalten sehr viele kleine Sende- und Empfangsmodule, bis zu 128 winzige Antennen sind laut Vodafone im Gehäuse verbaut. Zum Vergleich: bei herkömmlichen LTE Antennen sind 2×2 oder 4×4 MIMO Antennen üblich. Durch Beamforming kann das Endgerät individuell von der Antenne „angesprochen“ werden und der Nutzer erhält nach Angaben von Vodafone eine bis zu fünf Mal höhere Geschwindigkeit, sowohl im Upload als auch im Download. Auch können im Vergleich zu normalen Antennen mehr Nutzer gleichzeitig mit hohen Datenraten versorgt werden. Beamforming Antennen sind für LTE Netze sehr hilfreich, werden aber bislang kaum eingesetzt, auch weil sie noch recht teuer sind. Insbesondere beim kommenden Mobilfunk-Standard 5G wird sich die Technologie aber schnell durchsetzen, da Beamforming ein wichtiger Bestandteil von 5G ist.

Nach Angaben von Vodafone sind bereits rund 50 Standorte mit Beamforming Antennen ausgestattet, weitere sollen folgen. Nicht nur auf dem Land kann Beamforming seine Vorteile ausspielen, auch in Umgebungen mit sehr hoher Nutzerdichte bringt es dem Netzbetreiber sowie den Nutzern große Verbesserungen. Zukünftig soll Beamforming nach den Plänen von Vodafone auch in Stadien und bei Großveranstaltungen zum Einsatz kommen, damit tausende Menschen zeitgleich im Mobilfunk surfen können.

Vodafone ist in Deutschland der erste Anbieter, der den Einsatz der Beamforming Antennentechnik verkündet hat. Man darf aber davon ausgehen, dass auch die beiden anderen Netzbetreiber Telekom und Telefónica bereits an der Technologie arbeiten und Tests durchführen.