Mit dem RuralStar Konzept bietet Huawei seit einigen Jahren eine Möglichkeit, in abgelegenen Regionen schnell und günstig ein Mobilfunknetz aufzubauen. Die vergleichsweise kompakte Basisstation zeichnet sich dadurch aus, dass sie bei Bedarf den Energieverbrauch über Solarmodule und Akkus decken kann. Die RuralStar Basisstationen kommen insbesondere in Entwicklungsländern zum Einsatz, wo die Infrastruktur für normale Basisstationen unzureichend ist oder der Ausbau mit regulärer Technik finanziell keine Option darstellt.

Huawei RuralStar Lite Basisstation. Bild: maxwireless.de.
Huawei RuralStar Lite Basisstation. Bild: maxwireless.de.

Nach Angaben von Huawei leben weltweit immer noch rund 740 Millionen Menschen ohne Mobilfunkempfang, meistens in Dörfern mit unter 1000 Einwohnern. Hier sind günstige Konzepte mit einer möglichst flexiblen Anbindung gefragt, um auch diesen Menschen künftig Mobilfunk-Zugang zu ermöglichen.

Vergleich traditionelle Basisstation vs. RuralStar Konzept. Bild: maxwireless.de.
Vergleich traditionelle Basisstation vs. RuralStar Konzept. Bild: maxwireless.de.

Zum Mobile World Congress 2019 zeigt Huawei daher nun das RuralStar Lite Konzept. Wie der Name schon verrät, wurde das ohnehin schon auf geringe Kosten bedachte Produkt nochmals überarbeitet und vereinfacht, sodass laut Huawei für die Errichtung einer RuralStar Lite Basisstation nur noch 20.000 US-Dollar benötigt werden.

Die bisherige Rural-Star Basisstation kostet mit rund 50.000 US-Dollar etwa das Doppelte. Die RuralStar Lite Basisstation soll sich für den Anbieter innerhalb von zwei Jahren lohnen (Return on Investment, ROI), die normale RuralStar Basisstation erreicht den ROI nach etwa 3 bis 5 Jahren. Zum Vergleich: ein regulärer Mobilfunkstandort wird mit Kosten von mindestens 150.000 US-Dollar und lohnt sich im Schnitt erst nach 10 Jahren.

Huawei RuralStar Basisstation im Einsatz. Bild: maxwireless.de.
Huawei RuralStar Basisstation im Einsatz. Bild: maxwireless.de.

Die Huawei RuralStar Lite Basisstation hat eine Höhe von 6 Metern. Die Energieversorgung erfolgt über vier Solar-Panels sowie über Lithium-Akkus. Die Anbindung an das Kernnetz kann über Richtfunk oder über Kabel realisiert werden, optional wird auch eine Satelliten-Anbindung ermöglicht.