Netgear hat auf der CES in Las Vegas den Nighthawk M2 LTE Hotspot vorgestellt. Der Nachfolger des 2018 sehr beliebten Nighthawk M1 kommt in einem ähnlichen Design, aber mit einem doppelt so schnellen LTE Modem auf den Markt. Bis zu 2 Gigabit pro Sekunde leistet das Modem des Nighthawk M2 in entsprechend ausgerüsteten Mobilfunknetzen. Wenn mal kein LTE zur Verfügung steht, kann weiterhin auch 3G / UMTS genutzt werden. Zur Verbindung mit Endgeräten steht neben WLAN auch USB-C und RJ45 Gigabit Ethernet zur Verfügung. Kollege Markus Weidner von teltarif.de konnte den Netgear Nighthawk M2 auf der CES bereits in die Hand nehmen und erste Erfahrungen sammeln.

Netgear Nighthawk M2. Bild: Markus Weidner / teltarif.de

Qualcomm Snapdragon X24 Modem

Netgear hat im Nighthawk M2 wie beim Vorgänger ein Modem von Qualcomm verbaut, dieses Mal in der neuesten Version Snapdragon X24. Das Modem unterstützt LTE mit bis zu 2 Gbit/s im Downlink und bis zu 316 Mbit/s im Uplink. Ob alle Funktionen im Nighthawk M2 so umgesetzt wurden wie auf der Webseite von Qualcomm beschrieben ist noch unklar, aber wenn dies so sein sollte, dann kann das Gerät im Downlink bis zu 7 LTE Träger via Carrier Aggregation bündeln, im Uplink ist dreifaches Carrier Aggregation möglich. Natürlich wird auch 4×4 MIMO Antennentechnik unterstützt, auf bis zu 5 Trägern gleichzeitig. Die 256QAM Modulation wird nicht nur im Downlink, sondern auch im Uplink unterstützt. Kombiniert man die genannten Technologien, so erreicht das Gerät die erwähnten 2 Gigabit pro Sekunde – allerdings nur, wenn die Mobilfunknetze diese Technologien ebenfalls unterstützen. In Deutschland ist das bislang nur teilweise der Fall, so hat zum Beispiel keiner der Anbieter sieben Frequenzblöcke zur Verfügung, die er bündeln könnte.

Anschlüsse des Netgear Nighthawk M2. Bild: Markus Weidner / teltarif.de

Nighthawk M2: Gute Ausstattung

Optisch unterscheidet sich der Netgear Nighthawk M2 nur unwesentlich von seinem Vorgänger Nighthawk M1, die Ecken sind ein wenig mehr abgerundet und das Gehäuse glänzt deutlich mehr. Auch das runde Display vom M1 ist dem Redesign zum Opfer gefallen, beim M2 kommt ein klassisch eckiges Display zum Einsatz. Wieder mit dabei: eine Gigabit Ethernet RJ45 Schnittstelle, eine USB Typ C Schnittstelle und ein normaler USB Full-Size Anschluss. Welche Kapazität der Akku hat und ob dieser wieder durch den Nutzer auswechselbar ist, ist aktuell noch nicht bekannt. Anschlüsse für externe Mobilfunk-Antennen sind auf jeden Fall wieder mit an Bord.

Der Netgear Nighthawk M2 wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2019 auch in Deutschland auf den Markt kommen, Details zum Marktstart sowie zum Preis gibt es aber noch nicht. In Australien ist der Marktstart beim Anbieter Telstra schon erfolgt, wie teltarif.de berichtet.