Die Deutsche Telekom hat im Vorfeld des Mobile World Congress den Start ihres NarrowBand IoT Netzes in 8 europäischen Ländern bekannt gegeben. NB-IoT ist einer der großen Trends im Mobilfunk und soll künftig sehr preisgünstig und energiesparend die Kommunikation von Gegenständen über das Internet (IoT) ermöglichen. Das NB-IoT Netz der Telekom basiert auf der LTE Technik und läuft in bereits bekannten Frequenzbereichen, soll aber eine deutlich bessere Versorgung im Vergleich zu herkömmlichen Mobilfunk-Netzen bieten. Für den Start hat die Telekom schon erste Partner gewonnen.

NB-IoT Netz der Telekom

Die Telekom baut ihr NB-IoT Netz in den Frequenzbereichen um 800 und 900 MHz aus. Auf 800 MHz wird aktuell schon deutschlandweit LTE eingesetzt, auf 900 MHz gab es bislang nur erste regionale Tests mit LTE, in diesem Bereich funkt das GSM Netz der Telekom. NB-IoT benötigt nur ein sehr geringes Funkspektrum, sodass es problemlos auch in einen vorhandenen Frequenzband-Schutzabstand eingerichtet werden kann. NB-IoT (festgelegt im 3GPP Release 13) benötigt zum Beispiel nur 200 KHz Kanalbandbreite.

Auch wenn NB-IoT grundsätzlich auf LTE basiert, die Geschwindigkeiten sind nicht vergleichbar, da ein völlig anderer Anwendungszweck erfüllt werden soll. Bei NB-IoT sind maximale Datenraten von 150 KBit/s im Downlink und im Uplink möglich. Dafür ist laut Telekom Technologie-Vorstand Claudia Nemat die Versorgung um 20 dB besser als bei GSM. Die verbesserte Netzverfügbarkeit von NB-IoT im Vergleich zu anderen Netztechnologien ist wichtig, da viele Sensoren wie etwa Strom- und Wasserzähler tief in Gebäuden integriert sind, oft im Keller, wo gewöhnliche Mobilfunknetze oft nicht mehr funktionieren.

10 Jahre Akku-Laufzeit

Neben der guten Netzversorgung bietet NB-IoT noch einen weiteren Vorteil: die Technologie sowie die entsprechenden NB-IoT Module arbeiten so sparsam, dass mit zwei gewöhnlichen AA-Batterien laut Telekom bis zu 10 Jahren Akku-Laufzeit möglich sind. Man kann sich dies so vorstellen, dass manche Sensoren mit NB-IoT Modul nur einmal täglich für wenige Sekunden „aktiv“ sind, um Daten zu senden oder zu empfangen und daher auch einen solch geringen Energieverbrauch haben.

Partnerschaft mit ista

Für den Start ihres NB-IoT Netzes hat die Telekom einen großen Partner gewonnen, den Messdienstleister ista. Das Unternehmen hat derzeit europaweit nach eigener Aussage schon mehr als 15 Millionen Connected Devices im Einsatz, monatlich kommen 400.000 Geräte hinzu. Es handelt sich zum Beispiel um Module, die den Wärme- oder Wasserverbrauch messen und um intelligente Rauchwarnmelder. Die bislang eingesetzten Module arbeiten im GSM-Netz. Alexander Lautz, Sr. Vice President, Machine-to-Machine von der Deutschen Telekom sagt zur Partnerschaft von Telekom und ista: „Die Qualität und Reichweite der Datenübertragung wird durch Narrowband-IoT nochmals erhöht. Die Abdeckung wird um einiges besser sein als bei GSM – somit erreichen wir auch die Zähler im Keller“

Ausführliche Informationen zu NarrowBand Internet of Things findet ihr – in englischer Sprache – auch auf den Seiten der Telekom.