Auf dem Mobile World Congress hat Huawei in Zusammenarbeit mit Vodafone und Audi die neuesten Entwicklungen beim Thema vernetztes Auto präsentiert. Die zugrunde liegende Technik nennt Huawei C-V2X (Cellular Vehicle to Everything), Fahrzeuge können darüber mittels Mobilfunk-Technik untereinander vernetzt werden. Doch nicht nur die Verbindung zwischen Autos (V2V) wird durch C-V2X erfasst, sondern z.B. auch die Verbindung zum Internet, zu anderen Verkehrsteilnehmern und zur Verkehrsinfrastruktur. Damit ist C-V2X einer der wichtigen Grundsteine für die Entwicklung hin zum autonom fahrenden Fahrzeug.

C-V2X als Bestandteil von 5G

Die nächste Mobilfunk-Generation 5G soll C-V2X großflächig ermöglichen, da mit 5G zum Beispiel die extrem niedrigen Latenz-Zeiten möglich sein werden, welche für die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und anderer Verkehrsinfrastruktur Voraussetzung sind. Einen entsprechenden Live-Test mit C-V2X hat Huawei in Zusammenarbeit mit Bosch und Audi im Februar 2017 auf der A9 in Bayern durchgeführt, ein Teilstück der A9 wurde hier als Teststrecke für autonomes Fahren freigegeben. Bei dem Test auf der A9 wurde der Frequenzbereich um 5,9 Gigahertz genutzt.

Mehrwert durch C-V2X

In Barcelona hat Huawei mit Vodafone und Audi vier Beispiel-Szenarien gezeigt, bei denen C-V2X einen Mehrwert bieten kann. Vodafone hat dafür die Circuit de Barcelona-Catalunya Rennstrecke mit einer entsprechenden Funkversorgung ausgestattet, Huawei hat die passenden Netztechnik-Module zur Verfügung gestellt.
Ein Beispiel für den Einsatz von C-V2X kann zum Beispiel eine Warnung vor einem kreuzenden Fußgänger auf der Fahrbahn sein, noch bevor die Radar-Kameras des Fahrzeuges den Fußgänger erfasst haben. Die Kommunikation zwischen dem mobilen Endgerät des Fußgängers und dem Fahrzeug via C-V2X ermöglicht es, ein solches Szenario zu berechnen und eine entsprechende Warnung auszugeben. Als Beispiel für die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Verkehrsinfrastruktur kann eine Ampel genommen werden, welche via C-V2X dem Auto signalisiert, dass die Ampel in Kürze umschalten wird. Der Fahrer (bzw. das autonom fahrende Auto) kann im Idealfall schneller reagieren, als es durch die optische Ampelschaltung möglich wäre.