lte-senderEinen ersten Pilot-Betrieb gibt es schon seit Januar 2015, ab 15. April ist es dann deutschlandweit möglich: das Roaming im UMTS-Netz für Kunden von Telefónica O2 und E-Plus. Ist man ein Kunde in einem dieser beiden Mobilfunknetze, so kann man künftig das jeweils andere UMTS-Netz mit benutzen (Roaming). Der Vorteil liegt auf der Hand: die Netzverfügbarkeit wird gesteigert, da E-Plus und O2 oftmals unterschiedliche Sender-Standorte betreiben und sich die Versorgungsgebiete ergänzen werden. Vorerst wird 3G aber die einzige Technologie sein, bei der die Nutzer von der Fusion profitieren können. Für GSM ist erst mal gar kein Roaming geplant und für LTE wird eine andere Lösung präferiert.

Vorerst nur UMTS-Roaming
Bis zum 15. April möchte Telefónica das Roaming im 3G-Netz deutschlandweit aktiviert haben – deutlich früher als von vielen Branchenkennern erwartet. Im GSM-Netz (2G) wird es aber mittelfristig kein Roaming geben, so Telefónica Deutschland CEO Thorsten Dirks auf einer Presse-Veranstaltung am Rande des MWC in Barcelona.
Auch für LTE ist kein Roaming geplant, sondern hier ist die Netzwerktechnik bereits so fortgeschritten, dass die Netze relativ problemlos ineinander migriert werden können. Diese Zusammenführung der LTE-Netze von E-Plus und O2 wird allerdings noch bis etwa 2016 dauern.

Alle Marken im E+ und O2 Netz profitieren
Vom UMTS-Roaming zwischen E-Plus und O2 profitieren nicht nur Kunden der „Hauptmarken“, sondern generell alle Kunden mit SIM-Karte in einem dieser Netze. Auch wenn man bei einem Discounter wie Simyo, Aldi Talk oder Fonic ist, kann man spätestens ab dem 15. April 2015 beide 3G-Netzwerke nutzen und hat dadurch womöglich eine bessere Funkversorgung als bisher.