Speedport Hybrid Front

Das Herzstück des neuen Telekom Hybrid-Anschlusses ist sicherlich der Speedport Hybrid Router, welcher DSL und LTE zu einem einzigen Anschluss zusammenfügt. Bei den Hybrid-Tarifen verschweigt die Telekom noch viele wichtige Details, zum Speedport Hybrid gibt es aber bereits ein ausführliches Datenblatt, daher möchten wir den Router in diesem Artikel mal etwas genauer vorstellen.
Beim Speedport Hybrid handelt es sich im Grunde um einen Speedport W724V, welcher um ein LTE-Modem und das Bonding-Modul für Hybrid erweitert wurde. Alle für das Heimnetz wichtigen Funktionen wie WLAN-ac, Gigabit Ethernet und DECT sind natürlich mit an Bord und machen den Speedport Hybrid zumindest auf dem Datenblatt zum besten Router, den die Telekom je angeboten hat.

VDSL-Vectoring und LTE Kategorie 4
Der Telekom Speedport Hybrid wird vom chinesischen Hersteller Huawei gefertigt und beinhaltet zwei Modems: eines für Kabelgebundene DSL-Verbindungen und eines für LTE Mobilfunk-Verbindungen. Das DSL-Modem unterstützt alle gängigen Standards bis hin zu VDSL-Vectoring und kann somit schon alleine über die DSL-Leitung Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Downlink und bis zu 40 MBit/s im Uplink nutzen. Hinzu kommt das LTE-Modem, welches bei Verfügbarkeit von LTE1800 oder LTE2600 bis zu 150 MBit/s im Downlink und 50 MBit/s im Uplink unterstützt (LTE Cat4). Wenn nur LTE800 verfügbar ist, wird die LTE-Geschwindigkeit etwa halb so hoch ausfallen.

Die Bündelung der beiden „Leitungen“ erfolgt sowohl im Router über ein sogenanntes Bonding-Modul als auch auf der Netzseite direkt in den Systemen der Telekom. Welche Daten dabei über welche Technologie übertragen werden, kann er Endkunde nicht beeinflussen – der Router entscheidet selbstständig, ob zur vorhandenen DSL-Verbindung die LTE-Technologie hinzugeschaltet wird oder nicht.

Rückseite des Telekom Speedport Hybrid
Rückseite des Telekom Speedport Hybrid

Gigabit WLAN und Telefonanlage
Technisch gesehen bietet der Speedport Hybrid alles, was man von einem modernen Router erwarten darf. So gibt es auf der Front diverse LEDs, welche den Betriebsstatus signalisieren und daneben gibt es Tasten, mit denen sich einige Funktionen wie etwa das WLAN-Signal direkt an- und ausschalten lassen. Der Speedport Hybrid besteht komplett aus weißem Hochglanz-Plastik, wobei auf der Rückseite durchgängig Lüftungsschlitze verbaut wurden, um die Abwärme zuverlässig entweichen zu lassen.

Alle Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite des Speedport Hybrid. So gibt es ganz rechts zum Beispiel einen USB 2.0 Anschlüss für Drucker oder Speichermedien, daneben befinden sich die vier Gigabit LAN-Anschlüsse für die Verbindung zu netzwerkfähigen Endgeräten. Auch das Anschlusskabel zum DSL-Anschluss wird auf der Rückseite des Speedport Hybrid angebracht. Telefone können entweder kabellos über den DECT Funkstandard eingebunden werden oder via Kabel mit dem Router verbunden werden, dazu stehen auf der Rückseite zwei TAE-Buchsen zur Verfügung.

Steckplatz für MicroSIM und Anschlüsse
Steckplatz für MicroSIM und Anschlüsse

Als SIM-Karte kommt eine MicroSIM zum Einsatz. Diese muss unter einer gut gekennzeichneten Abdeckung eingesteckt werden. Die Verwendung des Speedport Hybrid ohne DSL oder ohne LTE ist nicht möglich, es müssen zwingend beide Netztechnologien gleichzeitig verwendet werden. Wenn der LTE-Empfang im Haus zu schwach ist oder die Geschwindigkeiten nicht den Erwartungen entsprechen, kann man eine externe LTE-Antenne anschließen. Dazu verfügt der Speedport Hybrid über zwei SMA-Anschlüsse unter einer Abdeckung auf der Rückseite.

Die drahtlose Verbindung zu Endgeräten erfolgt über WLAN 802.11a/b/g/n/ac im 2,4 GHz und 5 GHz Band. Auf Wunsch ist auch die Hotspot-Technologie WLAN-TO-GO möglich, welche das WLAN-Signal auch für fremde Nutzer zur Verfügung stellt. Eine ISDN-Schnittstelle bietet der Speedport Hybrid nicht, allerdings kann eine entsprechende Funktionalität mit dem optional erhältlichen ISDN-Adapter bereitgestellt werden.

Speedport Hybrid ab Herbst 2014 erhältlich
Der Telekom Speedport Hybrid wird zusammen mit dem Hybrid-Angebot der Telekom ab Herbst 2014 erhältlich sein. Zum Preis gibt es bisher keine Angaben. Das vollständige Datenblatt (PDF-Format) gibt es auf der Telekom Webseite zum Download.

Telekom 40275352 Speedport Hybrid WLAN Router

Preis: EUR 285,22

2.9 von 5 Sternen (77 Rezensionen)

51 gebraucht & neu erhältlich EUR 214,99

  • Hans Peuker

    Ich finde die neue Technik gut. Aber hat man da nicht wieder eine Krücke gebaut. Diese Technik Speedport Hybrid haben andere Anbieter auch schon. Ich soll jetzt für ISDN einen teuren Adapter kaufen, finde ich schon wieder als ein Rückschritt zu den alten Zeiten der Telefonie wo die Post ein Gerät nach dem anderen verkabelte. Jetzt hat man einen Router den man ja auch mietet, einen gekauften Adapter (ca.70€) den man bei wieder einen erneuten Speedport nicht mehr gebrauchen kann.
    Mittlerweile füllen sich die Kisten mit alten nicht mehr zu gebrauchenden Geräten. Müssen den nur halbfertig entwickelte Geräte auf den Markt? ist die Telekom nicht in der Lage ein Gerät auf den Markt zu bringen das einmal allesabdeckt? Das alles nur weil die Telekom nicht mit Ihren Glasfaserkabel hinterher kommt, denn der alte Speedport W921V (der konnte noch ISDN) hätte es mit Glasfaser geschafft.

  • Max

    Grüß dich Hans. Doch, ich denke die Telekom wäre schon in der Lage, ein Gerät zu entwickeln, welches auch ISDN beherrscht. Aber es entspricht eben nicht der Konzern-Richtlinie und daher wird es nicht gemacht. Der Ausstieg aus ISDN ist ja seit längerem eine beschlossene Sache.

  • Pingback: Deutsche Telekom je predstavil hibridni router, ki združuje xDSL in LTE mobilno povezavo | UPORABNA STRAN()

  • Meikel

    Hallo Hans, die Telekom ist der falsche Adressat in Bezug auf ISDN-/Standard-Anschluss.
    Es werden ja letzendlich nur Baugruppen/Teile von „externen“ Herstellen für den Betrieb der Telefonie-Plattformen verbaut. Und hier ist das Problem – aus Kostengründen werden keine Teile mehr von der Industrie produziert, End of Life……

  • Peter Römer

    An Hans Peuker: KEIN anderer Hersteller bietet derzeit einen Hybrid Router an. Und außer uns (Deutsche Telekom) bietet KEIN anderer Provider Hybrid-Technik. Dein Beitrag gehört in die Kategorie ‚Gefährliches Halbwissen‘.

  • Olaf Kaiser

    Es ist sicher richtig das die Telekom derzeit als einziger Provider ein entsprechendes Gerät anbietet da außer der Telekom auch niemand auf die Bündelung beider Technologien setzt.
    Was den Hybrid Router selbst angeht ist es wie bei allen neuen Geräten am Markt. Die Grundfunktionen laufen, aber wer mehr Ansprüche stellt, sei es Netzwerkseitig oder Komforttelefonbuch oder DynDNS oder andere IP Telefonie Anbieter der stellt ganz schnell fest das hier Firmwareseitig noch ganz viele Baustellen abgearbeitet werden müssen bevor das Gerät halbwegs die Zuverlässigkeit zeigt die es zeigen sollte. Wer von AVM eine FritzBox gewöhnt ist muss seine Ansprüche schon sehr nach unten schrauben um den Speedport zu akzeptieren.
    Wenn man dann sieht das der Speedport Hybrid als Kaufgerät ca. 400 EUR kostet und das aktuelle AVM Flagschiff Fritzbox 7490 gerade mal etwa die Hälfte, dann muss man sich fragen worauf die Telekom preislich beim Hybridrouter mehr Wert legte.
    Die Funktionen sind es jedenfalls nicht.
    Als Kaufgerät hoffnungslos überteuert und als Mietgerät mit knapp 10 EUR im Monat gerade so akzeptabel.

  • Maik Weidtkamp

    Was noch zu erwähnen ist das wer Entertain nutzt noch bis anfang 2016 bei dem Hybrid drauf verzichten muss, erst ab 2016 wird der Hybrid auch Entertainfähig sein. Ansonsten für Gebiete wo nur bis 25 M/bits möglich ist da noch keine Glasfasertechnologie verbaut ist wird es eine gute Sache sein, ich werde den Hybrid auch bestellen aber erst ab 2016, Softwareseitig sollte sich die Telekom dann doch langsam mal von AVM eine Scheibe abschneiden, den da gibt es noch sehr sehr viel zu verbessern.

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