Heute für euch im Test: der Huawei E586 HSPA+ UMTS Router – Nachfolger des Huawei E585, welchen wir vor 2 Jahren im Test hatten. Der E586 ist einer der ersten mobilen WLAN-Router, welche die HSPA+ Technologie mit bis zu 21,6Mbit/s im Download unterstützen. Ob diese Geschwindigkeiten in der Realität auch wirklich erreicht werden können und wie sich der Huawei E586 sonst im Alltag schlägt, erfahrt ihr in diesem Testbericht. Zuerst gibt es aber noch die technischen Daten:

Hersteller: Huawei
Modellname: E586
Technologien: UMTS (3G), GSM (2G)
Frequenzen: UMTS: 2100MHz, 900MHz | GSM: 850MHz, 900MHz, 1800Mhz, 1900MHz
Geschwindigkeiten: UMTS: 21,6Mbit/s down, 5,76Mbit/s up (bei Nutzung von HSPA+) | GSM: 256kbit/s (bei Nutzung von EDGE)
Sonstiges: OLED-Display, WLAN b/g/n, MicroSD-Steckplatz

Lieferumfang und erster Eindruck

Wie auch sein Vorgänger wird der Huawei E586 in einer kleinen, stabilen Pappschachtel geliefert. Neben dem mobilen WLAN Router befindet sich natürlich der Akku (1500mAh mAh) im Lieferumfang. Außerdem findet man eine (englischsprachige) Bedienungsanleitung und ein kurzes Micro USB-Kabel – zum Aufladen muss man also zwingend den Computer benutzen oder separat ein Standard USB-Ladegerät kaufen. Der gänzlich in schwarz gehaltene Huawei E586 wirkt relativ wertig, obwohl er natürlich komplett aus Plastik gefertigt ist. Das öffnen der Akku-Abdeckung ist etwas hakelig, aber so oft muss man die Simkarte oder den Akku ja auch nicht wechseln.

Inbetriebnahme und Einstellungsmöglichkeiten

Wenige Sekunden nachdem man den Huawei E586 angeschaltet hat, kann man schon die PIN eingeben. Dies geschieht über ein Web-Interface (192.168.1.1 in der Adresszeile eingeben), man muss sich also vorher per WLAN mit dem E586 verbinden, das nötige WLAN Passwort ist auf der Innenseite der Rück-Abdeckung und im Akkufach abgedruckt. Der E586 lässt sich aber auch sehr komfortabel über WPS mit einem PC verbinden, es ist also keine Passworteingabe nötig. Dazu hat der E586 eine separate WPS-Taste eingebaut. Nach der PIN-Eingabe verbindet sich der Hotspot sofort mit dem Mobilfunknetz, Einstellungen wie etwa APNs sind im Normalfall nicht mehr nötig. Im Bedarfsfall kann man den APN und viele weitere Einstellungen natürlich auch im Web-Interface nach belieben einstellen. Dieses Web-Interface wurde im Vergleich zum E585 nochmals deutlich schöner und nutzerfreundlicher gestaltet. Wie der Vorgänger E585 verfügt auch der Huawei E586 über ein optimiertes Web-Interface für das iPhone, was wirklich sehr gut gemacht ist – man braucht nicht scrollen und kann auch auf dem kleinen Display perfekt die Einrichtung vornehmen.

Empfangsstärke und Geschwindigkeiten

Generell gehören mobile Hotspots leider nicht zu dem empfangsstärksten Modems, dies zeigt sich auch beim E586. Während das surfen in gut versorgten Gebieten absolut kein Problem ist, springt der Hotspot bei schlechtem 3G Empfang relativ früh auf 2G zurück – das merkt man beim Surfen natürlich sofort. Dieses Problem hat man aber hauptsächlich wenn man sich mit dem Huawei E586 bewegt, bspw. in einem Auto. Bleibt man an einer Stelle und legt den Hotspot bspw. ans Fenster, so bekommt man auch bei schlechter UMTS-Versorgung eine stabile und schnelle Verbindung. Die maximale Geschwindigkeit des Huawei E586 ist mit 21,6Mbit/s angegeben. Wir haben jeweils 3 Tests mit dem E586 und seinem Vorgänger E585 durchgeführt und die Ergebnisse miteinander verglichen. Angemerkt sei dabei, dass die Telekom Simkarte tariflich auf 7,2Mbit/s beschränkt war. Insgesamt kann man sagen, dass die Geschwindigkeiten mit dem E586 durchweg ein ganzes Stück höher waren, aber bei den Pingzeiten keine großen Unterschiede bestanden. Die Testresultate seht ihr in der folgenden Tabelle:

WLAN-Reichweite, Display und Akkulaufzeit

Das kleine OLED-Display auf der Front des Huawei E586 Routers zeigt alle wichtigen Informationen an. Im Vergleich zum Vorgänger wurde es sogar noch weiter verbessert, so wird nun auch der Datenverbrauch aller bisherigen Verbindungen (Rücksetzbar) sowie die Verbindungsdauer angezeigt. Ansonsten hat man die üblichen Anzeigen: aktueller Netzbetreiber und Netztechnologie, Akkustand, Empfangsanzeige, die Anzahl der verbundenen WLAN-Geräte und den Verbindungsstatus.

Was ist sonst noch wichtig? Das eingebaute WLAN-Modul unterstützt nun den n-Standard, was allerdings auch bitter nötig ist, um die volle Datenrate von HSPA+ in jedem Fall erreichen zu können. Doch nicht nur schneller wurde der Datenfunk, sondern nach unserer Erfahrung ist die Reichweite auch leicht besser geworden. Während der E585 nur durch eine Wand funkt, schafft der Huawei E586 in unserem Test auch durch 2 Wände/Räume noch eine Verbindung. Die Akkulaufzeit hat sich im Vergleich zum Vorgänger jedoch nicht verbessert, mit dauerhafter Nutzung hält der Akku etwas mehr als 4 Stunden. Ebenfalls schade: man kann nur maximal 5 Geräte per WLAN mit dem E586 verbinden – für manche Anwendungszenarien ist das zu wenig.

Fazit:

Insgesamt gesehen ist der Huawei E586 auf jeden Fall eine gute Weiterentwicklung im Vergleich zum Vorgänger. Die Geschwindigkeiten konnten genau so überzeugen wie die WLAN-Reichweite und die einfache Bedienung. Schade hingegen ist die Tatsache, dass kein Netzstecker zum direkten Laden an der Steckdose beiliegt. Der Huawei E586 Router ist derzeit nur über Onlinehändler erhältlich, direkt beim Netzbetreiber kann man den E586 noch nicht kaufen. Das hat allerdings den Vorteil, dass der Huawei E586 kein Netzbetreiber-Branding hat und komplett ohne Simlock oder Netlock daher kommt. Wir empfehlen den Kauf bei wlan-unterwegs.de, dort erhält man sehr guten Service auch nach dem Kauf: Huawei E586 bei wlan-unterwegs.de. Alternativ gibt es den E586 natürlich auch bei Amazon.de für rund 95 Euro.

Huawei E586 Mobiler MIFI WLAN-Router (Huawei Logo ohne Branding, 21Mbps, ohne Simlock)

Preis:

3.9 von 5 Sternen (52 Rezensionen)

0 gebraucht & neu erhältlich

  • Oliver

    Ehrlich gesagt, was macht es für einen Sinn, einen Geschwindigkeitstest mit einem 21,6Mbit/s-Gerät durchzuführen, wenn der Vertrag die Übertragungsrate auf 7,2Mbit/s beschränkt?

    Auf die „üblichen“ Schwächen in der Empfangsstärke bei MiFi-Geräten wurde hingewiesen. Leider wurde verschwiegen, dass das Gerät keinen externen Antennenanschluss hat.

  • Max

    Hallo Oliver,
    ja du hast Recht, das macht wenig Sinn. Zum Testzeitpunkt hatte ich allerdings keine entsprechende Simkarte. Ich habe mich trotzdem zur Veröffentlichung der Ergebnisse entschieden, da man auch mit der beschränkten Simkarte schon einen ordentlichen Vorteil gegenüber dem E585 sieht. Mittlerweile konnte ich allerdings eine entsprechende Testsimkarte erhalten und habe ordentliche 14,8Mbit/s mit dem E586 hinbekommen.

  • DerHolgerson

    kann das gerät auch ohne Akku betrieben werden??, schaltet es sich auotmisch ein bei Stromzufuhr?

  • Hallo Zusammen,
    ich nutze den Huawei E586 jetzt schon erfolgreich mit diversen Prepaid Roaming Karten in Spanien und Italien und bin eigentlich sehr zufrieden. Jetzt benötigte ich ihn auch in Deutschland auf Geschäftsreise und es stellt sich folgendes Problem:
    Ich nutze als Vodafone Kunde eine Ultracard, dabei habe ich die Zweitkarte in den E586 gesteckt => Effekt: Ich bin auf der Hauptkarte nicht mehr für ankommende Telefonate erreichbar! Nach Rücksprache mit der Vodafone Hotline liegt dies daran, dass der E586 den Datenkanal UND den Sprachkanal blockiert, was für Anrufer bedeutet „ich telefoniere“. Dies ist natürlich nicht der Fall und es wäre sehr wichtig für mich telefonisch erreichbar zu sein während ich den E586 benutze.
    Hat Jemand einen Tipp bei welchen MiFi Hotspots die Ultracard funktioniert, bzw. wo der Sprachkanal offenbleibt???
    Bin für jeden Hinweis dankbar.

  • Max

    Hallo, da gibt es eine recht einfache Lösung. Bevor ich das hier aber groß erkläre, verweise ich einfach mal kurz auf die Kollegen von wlan-unterwegs: https://blog.wlan-unterwegs.de/2012/02/huawei-e5830-e5832s-e585-e586-und-multisim/