Als Nachfolger für den Huawei B970 Router schickt der chinesische Hersteller Huawei den B683 ins Rennen. Im Mai 2011 hatte Max das Gerät bereits vorgestellt. Ich habe mir den Huawei B683 zur Brust genommen und einem ausführlichen Test unterzogen. Vergleicht man den neuen Router mit dem B970, fallen direkt zwei deutliche Veränderungen auf. Die RJ-11 Schnittestelle hat der Hersteller weggelassen und anstatt HSDPA mit 7,2 MBit/s erreicht das Gerät mittels dem Datenbeschleuniger HSPA+ 21,6 MBit/s, also das Dreifache. In Deutschland hat den HSPA+ Router kein Netzbetreiber im Programm. Der Huawei Router ist also nur frei erhältlich. Bei unseren Nachbar in Österreich hat nur T-Mobile Austria den HSPA+ Router als WLAN Router 4 in der Vermarktung. Unsere Version von wlan-unterwegs.de scheint importiert zu sein, da die original Huawei Weboberfläche nur in der englischen Sprache gehalten ist. Macht aber nichts, der Händler fügt eine detaillierte Anleitung auf deutsch hinzu. In der Übersicht gibt es vorab die Spezifikationen des Huawei B683

Lieferumfang und erster Eindruck

Einen geringen Lieferumfang hat auch der Huawei B683, was mittlerweile üblich geworden zu sein scheint. In der Verpackung ist das Gerät selbst, ein Kabel zur Stromversorgung, ein Standfuß, die englische Anleitung und natürlich die von wlan-unterwegs.de erstellte deutsche Anleitung enthalten. Trotz Kunststoffgehäuse spiegelt der Router einen solide verarbeiteten Eindruck wieder. Wie oben bereits beschrieben, hat der Hersteller auf die RJ-11 Schnittstelle verzichtet. Im Vorgänger Modell konnte damit ein analoges Telefon angeschlossen werden.

Inbetriebnahme und Einstellungsmöglichkeiten

Zum Einstieg in die Welt des mobilen Internet leitet der Setup Wizard, wie es im Englischen so schön heißt, durch die Konfiguration. Zu Beginn werden APN und die WLAN Einstellungen festgelegt. Wie auch die Speedbox LTE lässt der B683 vier separate SSIDen via WLAN ausstrahlen und man kann auf Wunsch die Sendeleistung sowie die Kanalbreite des WLAN-Signals konfigurieren.

An der Front hat Huawei acht runde LED’s angebracht, die bei ausgeschaltetem Zustand nicht ersichtlich sind. Auffällig ist der in der Mitte vom Gerät liegende Planet mit Umlaufbahn. Dieser Knopf dient zum manuellen an- und abschalten der Internetverbindung. Ansonsten geben vier der acht LED’s an, ob ein Gerät via LAN mit dem Router verbunden ist. Die restlichen 4 LED’s geben wieder, ob das Gerät ein oder ausgeschaltet ist, WLAN/ WPS aktiviert, ein Gerät via USB angeschlossen ist und ob Mobilfunkempfang besteht. An der Seite befindet sich der Ein- und Ausschalter sowie der WLAN-Knopf. Auf der Rückseite unten ist der SIM-Kartenschacht. Der HSPA+ Router verfügt über zwei Löcher, welche ebenfalls an der Rückseite sind, zur Wandmontage. An der Gegenüberliegenden Seite von Ein/Auschalter und WLAN Knopf sind vier LAN-Ports, eine SMA- und eine USB-Schnittstelle samt Stromversorgung eingebaut.

Empfang und Datenraten

Um ein gutes Bild von dem Router zu bekommen, haben wir den Router nicht nur stationär eingesetzt, sondern mit auf Reisen genutzt. Auf der IFA Rückfahrt wurde der HSPA+ Router im InterCity genutzt. Das Resultat kann sich sehen lassen. Handover meisterte der für den stationären Gebrauch ausgelegte Router sehr gut. Auch sobald die Verbindung abgerissen war, ging es fix wieder weiter. Im stationären Betrieb gab der Router das übliche Bild ab. Der Router unterstützt zwar HSPA+ mit bis zu 28,8 MBit/s, aber in Deutschland ist kein Netz dafür ausgelegt. Via HSPA+ ist das Maximum bei 21,6 MBit/s. Erst über DC-HSPA+ sind 43,2 MBIit/s möglich. Wie dem auch sei, da mittlerweile auch im o2 Netz HSPA+ geschaltet ist, wollte ich natürlich wissen, welche Datenraten erreicht werden. Über die regulär schon via HSDPA anliegenden 6 MBit/s ging es nicht weiter raus. Das gleich galt auch für Vodafone. E-Plus bliebt außen vor. Wie so häufig wurde erst im Telekom Netz nahezu das mögliche Maximum heraus gekitzelt. Ergebnis: gute 16 MBit/s.

Software

Beim Webinterface bleibt Huawei seiner Linie treu. Die Oberfläche ist den MiFi Modellen sehr ähnlich. Unser Testgerät von wlan-unterwegs.de scheint aus dem englischsprachigen Raum importiert zu sein, da die Menüsprache Englisch ist. Die Sprache kann nicht auf Deutsch umgestellt werden. Wer jetzt vor einem Kauf zurückschreckt, dem möchte ich mit auf dem Weg geben, dass der Händler eine ausführlich  farblich bebilderte Anleitung auf Deutsch mitgeliefert. Die Sprache sollte daher keine Barriere sein und einem Kauf entgegen stehen. Die Weboberfläche des HPSA+ Router ist sehr umfangreich und ist mit ähnlich vielen Einstellmöglichkeiten ausgestattet wie der LTE Router Huawei B593.

Fazit

Zum Preis von 220€ hätte man dem B683 ruhig ein DC-HSPA+ Modul anstatt einem HSPA+ Modul spendieren können. Das Gerät erfüllt ansonsten soweit alle Anforderungen. Das englische Webinterface stellt Dank mitgelieferter Anleitung in der Sprache Deutsch kein Problem dar.

Anmerkung: leider können wir die Fotos zum Huawei B683 erst Mitte Oktober in diesen Artikel einfügen. Wir bitten um Entschuldigung.