Mit dem Option GlobeSurfer III+ stellte der belgische Hersteller von mobilen Datengeräten Ende Juni den Nachfolger des stationären Router GlobeSurfer III vor. Der Option GlobeSurfer III+ ist derzeit am deutschen Markt der schnellste UMTS Router. Das Gerät fungiert nicht nur als Router, sondern bietet eine Schnittstelle (RJ-11) für Telefonie. D.h. es lässt sich einfach ein analoges Telefon anbringen und Telefonie wird über die eingelegte SIM-Karte abgewickelt.

Die Unterschiede zum Vorgänger

Wichtigster Punkt ist, dass Daten mit dem Option GlobeSurfer III+ doppel so schnell heruntergeladen werden können, als das im Vergleich zum Vorgänger möglich war. Anstatt 7,2 MBit/s werden Daten mit 14,4 MBit/s im Downlink übertragen. Hierfür ist in Deutschland eine SIM-Karte von der Telekom oder Vodafone notwendig, um die volle Downloadgeschwindigkeit zu erreichen. Beim Uplink hat sich hingegen nichts geändert. Hier werden weiterhin 5,76 MBit/s unterstützt. Mehr wird auch von keinem UMTS-Netz mit HSUPA angeboten. Im Gegensatz zum älteren Modell hat es auf der Vorderseite kein Display mehr – die neue Version ist mit vier Status-LEDs ausgestattet. Diese LEDs geben wieder, ob das Gerät eingeschalten ist, einen Internetverbindung besteht, das WLAN aktiviert ist und wie es um den Telefoniestatus bestellt ist. Unterhalb der LED’s befinden sind zwei Tasten. Mit der linken Taste wird das Gerät an- und abgeschaltet, die rechte dient zum Auf- und Abbau der Internetverbindung.

 

Die Einrichtung

Hat man den Option Globesurfer III+ ausgepackt und an den Strom angeschlossen, an der Unterseite die SIM-Karte eingelegt und die Verbindung herstegestellt, so kann mit der Konfiguration des Routers beginnen. Diese erfolgt über das Webinterface. D.h. im Klartext über den Browser – genauso wie es bei den Routern aus dem Festnetzbereich der Fall ist. Bei der erstmaligen Benutzung startet der Einrichtungsassistent, nachdem man eine Verbindung zum Router hergestellt hat und der Browser gestartet wurde. Beim Einrichten lassen sich Parameter wie die Sprache und der Name des Zugangspunktes festlegen, außerdem wird gefragt ob das WLAN-Netz verschlüsselt sein soll (dringendst empfohlen! Wenn möglich WPA 2)  und ob Telefonie genutzt werden soll. Ist das Gerät eingerichtet, so gibt man 192.168.1.1 in die URL-Leiste und gelangt darüber zur Konfigurationsoberfläche.

Konfiguration und Steuerung des Option Globesurfer III+

Die Konfiguration und gleichzeitig auch die Steuerung werden über das in der Einrichtung beschriebe Webinterface ausgeführt. Zum Schutz vor unerwünschtem Zugriff lässt sich der Router mit einem mit einem Passwort versehen. Wie auch beim Handy und Datensticks ist es notwendig den PIN einzugeben. Bei der PIN-Eingabe kann man einen Haken setzen, sodass das Gerät den PIN speichern wird, damit dieser bei einem Neustart nicht erneut eingeben werden muss. Davon raten wir allerdings aus Sicherheitsgründen ab. Ist der PIN eingeben, so landet man im „Homeverzeichnis“, wo einem dargestellt wird in welchem Netz das Gerät eingebucht ist und wie gut die Signalstärke ist. Hier gilt: je niedriger der Wert desto besser. Im GSM-Netz geht der Wert von -50 dBm bis zu -120 dBm. Bei UMTS  gehen die Werte von -55 dBm bis hin zu -110 dBm. Darunter wird dem Nutzer anzeigt wie es um den Verbindungsstatus bestellt ist, welche Verbindungsart anliegt (GPRS, EDGE, UMTS oder HSDPA) und die aktuelle Verbindungszeit. Nebenbei wird auch angezeigt, ob ein Drucker oder ein Speichermedium eingebunden ist. Was natürlich nicht fehlen darf bei solch einem Router ist der Datenzähler, um zu sehen wann die Datenflat gedrosselt wird.

Die Schnelleinrichtung ist eine für alle relevante Basiseinstellung, die man fürs Erste vornimmt. D.h. hier wird der Name des Zugangspunkts eingetragen, es wird festgelegt wann der Option Globesurfer III+ online gehen darf, welche Telefoniefunktion man bevorzugt oder ob die SSID des Routers sichtbar sein soll. Benötigt man mehr Informationen zum Gerät oder will tiefergreifendere Einstellungen vornehmen, wählt man innerhalb des Webinterface die anderen Reiter aus. Im Bereich „Location Network“ beispielsweise dreht sich, wie es der Name schon erahnen lässt, alles um die Netzwerkkonfiguration. Hier bekommt man einen Einblick, welche Geräte mit dem Router verbunden sind und über welche Schnittstelle (LAN oder WLAN). Um die Sicherheit zu erhöhen ist es möglich, einen MAC-Filter zu setzen. Bei der Verschlüsselung wählt man – wie weiter oben bereits erwähnt – am besten den WPA 2 Standard. Neben den Sicherheitsoptionen kann der Kanal auf dem der Router das WLAN-Signal ausgibt, eingestellt werden. Im Bereich Dienste wird die Firewall administriert. Hier hat die konfigurierende Person die Wahl zwischen drei Sicherheitsstufen. Via IPSec schützt man sich vor unauthorisierten IP-Adressen und kann diese durch Firewall blockieren.

Empfang & Datenraten:

Der Empfang des Option Globesurfer III+ war in unserem Test durchaus als gut zu bezeichnen, in Regionen mit sehr schwachem UMTS-Empfang lässt sich aber zur Empfangsverstärkung auch noch eine externe Antenne anschließen, was bei stationärer Nutzung durchaus auch gemacht werden sollte, da es die Datenraten und die Stabilität der Verbindung doch oftmals deutlich erhöht. Zu den Datenraten kann man natürlich nur bedingt etwas sagen, da diese an jedem Standort unterschiedlich ausfallen und von vielen Faktoren beeinflusst werden. Das theoretische Maximum im Download liegt bei 14,4Mbit/s, im Test konnten wir in einer leistungsfähigen Zelle rund 12Mbit/s erreichen (Telekom DC-HSPA+ Zelle, Datenraten von über 20Mbit/s mit geeigneter Hardware). Im Upload sind theoretisch 5,76Mbit/s möglich, bei uns lag der Upload in oben genannter Telekom Zelle in der Regel zwischen 4 und 5Mbit/s.

Telefonie- & SMS-Funktion

Internet ist nicht alles, was der Router beherrscht. An den RJ-11 Anschluss schließt man einfach ein analoges Telefon an. Die Telefonie wird dann über die eingelegte SIM-Karte abgewickelt. Verpasste Anrufe werden durch ein Blinken der „Telefonie-LED“ sichtbar. Im Webinterface wird nachvollziehbar, wem die Nr. des verpassten Anrufers gehört, wenn diese nicht unterdrückt wurde. Dürfen Anrufe nicht verpasst werden, legt man in der Anruf-Weiterleitung fest, zu welchem Zeitpunkt (bei keiner Antwort, nicht erreichbar oder besetzt) und an welche Nummer die Anrufe gehen. Ist es nicht gewünscht, dass die Nummer beim Angerufenen gezeigt wird, lässt sich diese mit einem Klick unterdrücken. Kurzmitteilung vom PC schreiben, eine nette Angelegenheit, ist mit dem GlobeSurfer III+ von Option ebenfalls möglich. SMS lassen sich nicht nur senden und empfangen, sondern auch als Entwurf speichern. Desweiteren sind auch SMS Vorlagen im System hinterlegt. MMS versendet der Alleskönnen jedoch nicht, aber wer verschickt die heutzutage schon noch?

Anbindung von Speichermedien und Drucker via integrierten USB-Port

Abgesehen von der Telefonie und SMS bietet der Router ein weiteres „nettes“ Feature. So ist es möglich an der USB-Schnittstelle entweder einen Drucker anzubringen und diesen den im Netzwerk eingebundenen Computern zur Verfügung zu stellen. Aber auch einen Speichermedien nimmt der Router an lässt einen Datenaustausch zu. In Maske „System“ kann Administrator Benutzer und Gruppen anlegen, um verschieden Rechte (Lesen/ Schreiben) zu vergeben.

Fazit

Der Preis von rund 170€ für den den Option Globesurfer III+ erscheint im ersten Moment etwas hoch auszufallen, jedoch erhält man ein solides Gerät, das äußerst zuverlässig ist und obendrein eine Empfangsqualität neben einem sehr hohen Ausstattungsumfang aufweist. Mit GSM- und UMTS-Quadband ist der Router außerdem fast überall auf der Welt einsetzbar.

Einen guten Eindruck vom äußeren des Geräts erhaltet ihr auch im Video-Review, welches wir euch sehr ans Herz legen wollen:

 

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