In diesem Testbericht möchte ich euch ausführlich den kleinen Bildmobilstick, genauer gesagt dem Bildmobil Stick 3,6Mbit/s, vorführen. Dieser Stick ist erst seit wenigen Tagen im Angebot von Bildmobil und ergänzt damit seinen großen Bruder, den Bildmobil Stick 7,2Mbit/s aka Huawei E1762 (hier im Test). Bei dem neuen, nur 14,95€ teuren Surfstick handelt es sich um den Huawei E160E Stick, ein etwas älteres, dafür aber bewährtes Modell.

Fangen wir mit dem Lieferumfang an: Ihr erhaltet von Bildmobil den Stick in der gleichen, kleinen Verpackung wie den großen Stick, dass Design wurde hier nicht geändert, um Kosten zu sparen. Macht meiner Meinung nach aber nichts, es kommt ja bei dem Preis nur auf den Inhalt an. In der Verpackung findet man zuerst die Kurzanleitung, die Schnellstartanleitung und die AGBs sowie natürlich die SIM-Karte, darunter befindet sich dann der Huawei E160E Surfstick. Ein USB-Verlängerungskabel, wie es oft bei Surfsticks mitgeliefert wird, ist nicht im Lieferumfang.

Die Inbetriebnahme des Sticks an sich ist sehr einfach. Man muss ihn nur in einen freien USB-Anschluss stecken und dann die Bildmobil Verbindungssoftware installieren. Wenn dies geschehen ist, gibt man seine PIN ein und öffnet den Internetbrowser seiner Wahl, um das gewünschte Zeitfenster für den Internetzugang auszuwählen. Doch bevor dies geschehen kann, muss die SIM-Karte aktiviert werden, was relativ schnell und einfach über die Bildmobil Homepage zu erledigen ist.

Bevor wir uns den Geschwindigkeitendes kleinen Bildmobil Stick Huawei E160E widmen, noch ein paar kurze Worte zur Technik im Huawei E160E: Er unterstützt HSDPA/UMTS (850/1900/2100MHz) sowie GSM/GPRS/EDGE (850/900/1800/1900MHz). HSDPA wird allerdings nur mit bis zu 3,6Mbit/s unterstützt, HSUPA kann der Stick gar nicht, der Upload ist also rein Hardware technisch schon auf 384kbit/s beschränkt. Außerdem verfügt der Stick über einen MicroSD Slot und einen externen Antennenanschluss. Wichtig für alle, die den Stick stationär einsetzen wollen: er wird von nahezu allen auf dem Markt erhältlichen UMTS-Routern unterstützt, bei mir funktioniert er hervorragend im Edimax 3G-6200n Router.

Die Tarife von Bildmobil

Nun aber wirklich zu den Geschwindigkeiten: Diese habe ich sowohl im Vodafone Netz (Bildmobil) als auch im O2 Netz ermittelt, um möglichst perfekte Ergebnisse zu bekommen. Als Referenzmodell diente der „große“ Bildmobil Stick Huawei E1762. Die Messungen wurden kurz hintereinander ausgeführt und es wurde ein eigener Server zum Download und Upload genommen, sodass die Ergebnisse unverfälscht sind.

  • Huawei E160E Vodafone Download: 300kb/s (=2400kbit/s)
  • Huawei E1762 Vodafone Download: 320kb/s (=2560kbit/s)
  • Huawei E160E O2 Download: 350kb/s (=2800kbit/s)
  • Huawei E1762 O2 Download: 500kb/s (=4000kbit/s)
  • Huawei E160E Vodafone Upload: 40kb/s (=320kbit/s)
  • Huawei E1762 Vodafone Upload: 130kb/s (=1040kbit/s)
  • Huawei E160E O2 Upload: 46kb/s (=368kbit/s)
  • Huawei E1762 O2 Upload: 110kb/s (=880kbit/s)

Man sieht an den Ergebnissen ganz klar, dass bei Vodafone das Netz der begrenzende Faktor war, nicht die Hardware. Im großen und ganzen sind die Ergebnisse aber zufrieden stellend, auch mit dem kleinen Stick lässt es sich hervorragend im Internet surfen. Lediglich der Ping von immer rund 120 Millisekunden beim E160E ist nicht besonders gut – hier macht sich die teure Hardware des E1762 bemerkbar, der bei um die 60ms Ping liegt.

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Soweit der Testbericht. Doch zu welchem Stick sollte man nun greifen, wenn man eine Neuanschaffung plant? Ganz einfach: Will man nur gelegentlich ins mobile Internet und dann auch nur surfen und gelegentlich mal ein YouTube-Video schauen, so reicht der kleine Bildmobil Stick für 14,95€ locker aus. Möchte man den Stick allerdings öfter nutzen oder gar als DSL-Ersatz verwenden, sollte man auf jeden Fall den teureren Stick nehmen. Der Unterschied ist nicht nur messbar, sondern bei vielen Anwendungen auch wirklich mit einem Zeitgewinn spürbar! Nun noch ein paar Links zu den beiden Sticks: