vodafone-logoVodafone hat heute bekannt gegeben, dass die maximale Geschwindigkeit im LTE Netz auf 500 MBit/s im Downlink gesteigert wurde. In Düsseldorf und Berlin sind bereits einige Basisstationen entsprechend umgerüstet worden, mit einem Sony Xperia XZ Smartphone wurden erste Tests durchgeführt. Da derzeit verfügbare Smartphones aber ein Firmware-Update brauchen, um die höhere LTE-Advanced bzw. 4.5G Geschwindigkeit nutzen zu können, wird laut Vodafone erst im 1. Quartal 2017 mit einer entsprechenden Verfügbarkeit zu rechnen sein.

500 MBit/s im Downlink

Erst vor wenigen Monaten hatte Vodafone als erster Anbieter in Deutschland die Geschwindigkeit im LTE Netz auf 375 MBit/s gesteigert. Schon damals wurde angekündigt, dass die Datenraten im LTE Netz in den kommenden Monaten sukzessive Richtung 1 GBit/s gesteigert werden sollen – die heute vorgestellten 500 MBit/s sind daher ein weiterer Schritt in Richtung Gigabit.

Vodafone verwendet herkömmliche Netztechnik für die 500 MBit/s im Downlink, zum Einsatz kommt insgesamt 50 Megahertz Frequenzspektrum, 2×2 MIMO Antennen-Technik und vermutlich das 256QAM Modulationsverfahren. Im Detail werden 20 MHz auf Band 7 (2600 MHz), 20 MHz auf Band 3 (1800 MHz) und 10 MHz auf Band 20 (800 MHz) genutzt und per Triple Carrier Aggregation Verfahren gebündelt.

Passende Smartphones bereits vorhanden

Einige aktuelle Smartphones sind bereits heute in der Lage, die höheren Geschwindigkeiten der LTE Kategorie 11 bzw. 12 zu nutzen, darunter rein theoretisch alle Geräte mit einem Qualcomm Snapdragon 820 SoC. Die Hersteller der Smartphones haben jedoch die Möglichkeit, einzelne Merkmale des Modems zu modifizieren bzw. nicht vollständig zu nutzen, sodass man im Datenblatt seines Smartphones schauen sollte, wie hoch die maximale LTE Geschwindigkeit ist. Vodafone betont, dass einige Smartphones ein Firmware-Update benötigen werden, unter Anderem das für den Test verwendete Sony Xperia XZ.