Test Huawei E586Es Hotspot

Test Huawei E586Es Hotspot

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Huawei hat in den letzten Wochen und Monaten direkt mehrere neue mobile WLAN Router nach Deutschland gebracht. Das derzeitige Topmodell ist der Huawei E587, welcher im UMTS-Netz bis zu 43,2MBit/s unterstützt, gefolgt vom Mittelklasse Modell Huawei E586. Im heutigen Test haben wir eine aktualisierte und erweiterte Version, den Huawei E586Es. Er kommt in einem neuen Design und zusätzlich mit Anschluss für externe Antennen.

Lieferumfang und erster Eindruck

Der Huawei E586Es kommt ohne Branding oder Simlock nach Deutschland und wird aktuell nur von Onlineshops verkauft. Folglich ist die Verpackung im originalen Huawei Design gehalten, im Lieferumfang findet man neben dem MiFi Router noch ein Micro-USB Kabel und den üblichen Papierkram.  Bestellt man bei wlan-unterwegs.de, ist außerdem noch eine ausführliche Anleitung im Lieferumfang enthalten.

Auf den ersten Blick gefällt das neue, eckige Design des Huawei E586Es ganz gut, der Router ist nun etwas kleiner als der normale E586 und die seitlichen Tasten lassen sich besser bedienen, da sie einen deutlicheren Druckpunkt haben. Neben der Power-Taste gibt es noch eine WPS-Taste und die Abdeckungen für MicroSD-Speicherkarte sowie externe Antenne. Die technischen Daten:

  • UMTS mit HSPA+ bis 21,6MBit/s im Downstream und bis zu 5,76MBit/s im Upstream
  • UMTS Frequenzen: 900MHz, 2100MHz
  • GSM mit EDGE Unterstützung
  • GSM Frequenzen: 850MHz, 900MHz, 1800MHz, 1900MHz
  • OLED-Display zur Anzeige von Statusinformationen
  • WLAN b/g/n
  • MicroSD-Slot für Speicherkarten bis 32GB
  • Anschluss für externe Antenne Typ TS9

Inbetriebnahme und Nutzung

Nachdem die Simkarte eingelegt wurde, startet man den Router mit kurzem Druck auf die Power Taste und verbindet sich per WLAN mit dem Gerät. Wenn man sich jetzt mit einer Internetseite verbinden will, wird man automatisch zum Webinterface des Huawei E586Es weitergeleitet, dass auch manuell unter 192.168.1.1 erreichbar ist. Um die nötigen Einstellungen vornehmen zu können, muss das Passwort „admin“ eingegeben werden, danach kann man beispielsweise den PIN-Code und den APN eingeben oder den WLAN-Namen (SSID) sowie das Passwort ändern.

Die Einrichtung geht gewohnt schnell vonstatten und sollte auch von weniger erfahrenen Nutzern problemlos durchgeführt werden können. Im Betrieb verhält sich der Huawei E586Es unauffällig, er tut was er soll und stellt bei gutem Empfang eine stabile und schnelle Internetverbindung zur Verfügung. Der Akku hält dank einer Kapazität von 1500mAh rund 4 Stunden Dauernutzung aus, wobei im Test auch 5 Stunden schon erreicht wurden.

Empfang und Datenraten

Während der große Bruder Huawei E587 mit gutem bis sehr gutem Empfang punkten konnte, ist der Huawei E586Es nur Mittelmaß. Insbesondere im UMTS Netz dürfte er ruhig etwas empfangsstärker sein, außerdem wird das Handover ins GSM-Netz recht früh durchgeführt. Wenn der Hotspot stationär bei schlechtem Empfang genutzt wird, empfiehlt sich auf jeden Fall der Kauf einer externen Antenne.

Wir haben den Huawei E586Es im Telekom und im Vodafone Netz getestet, in beiden Netzen war natürlich HSPA+ aktiv. Die Datenraten liegen im für HSPA+ Geräte typischen Bereich von 8-14MBit/s, sofern das Netz entsprechend gut ausgebaut ist.  Wer mehr aus dem Netz herausholen will, sollte zu einem Gerät mit DC-HSPA+ Unterstützung greifen. Die Pingzeiten lagen im Vodafone Netz im Schnitt bei 70-80ms und im Telekom Netz zwischen 60ms und 80ms.

Display und Einstellungsmöglichkeiten

Das OLED Display lässt sich gut ablesen und zeigt die wichtigsten Informationen an. Dazu gehören etwa Empfangsstärke, Ladezustand, verbrauchtes Datenvolumen und Online-Zeit, Anbieter und eine Anzeige für Roaming, falls man das Gerät im Ausland verwenden will. Im normalen Betrieb ist das Display zum Strom sparen natürlich ausgeschaltet, man kann es mit einem kurzen Druck auf die Power Taste aktivieren.

Das Webinterface bietet die üblichen Einstellungsmöglichkeiten: so lässt sich etwa die Mobilfunktechnologie festlegen oder die Speicherkarte für andere Nutzer freigeben, sodass Daten gemeinsam genutzt werden können. Ansonsten gibt es die üblichen Einstellungen, die keiner gesonderten Erwähnung bedürfen. Gut gefallen hat uns das mobile Webinterface, dass automatisch auf Smartphones angezeigt wird. Es ist auf das kleine Display optimiert und ermöglicht einfache Einstellungen wie die PIN-Eingabe und das Einstellen des APNs.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem mobilen Hotspot mit HSPA+ Technologie ist und Wert auf einen externen Antennen-Anschluss legt, der kann mit dem Huawei E586Es nichts falsch machen. Als gleichwertige Alternative sollte man sich vor dem Kauf allerdings auch den ZTE MF60 Hotspot anschauen, der im Vergleich über einen etwas besseren UMTS-Empfang ohne angeschlossene Antenne verfügt und etwas günstiger ist. Der Huawei E586Es kostet etwa 100€ ohne Vertrag.