Mobiles Internet unter Windows 8 im Test

Mobiles Internet unter Windows 8 im Test

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Windows 8 ist seit wenigen Wochen offiziell erhältlich und kommt mit einer wesentlich besseren Unterstützung für mobiles Internet daher, als es noch bei Windows 7 der Fall war. Ich habe mir auf mein Fujitsu U772 Ultrabook mit integriertem LTE Modem (Sierra Wireless MC 7710 Modul) mal das neue Betriebssystem von Microsoft installiert und möchte euch in diesem Artikel das mobile Internet unter Windows 8 mal etwas genauer vorstellen. Doch erst mal mein genereller Eindruck und meine eigene Meinung zu Windows 8.

Windows 8: Umstieg sinnvoll oder lieber warten?

Ich hatte Windows 8 in der Pro Version zwei Wochen lang im täglichen Einsatz auf meinem Ultrabook. Richtig gelesen, ich hatte – denn aktuell nutze ich wieder Windows 7 Professional. Aber bevor ich schreibe, warum ich wieder auf das alte Windows gewechselt bin, erst mal zu den positiven Aspekten von Windows 8, da gibt es nämlich einige von. Als erstes gefällt die schnelle und reibungslose Installation. Im Gegensatz zu Windows 7 bringt Windows 8 viele Treiber für aktuelle Geräte schon von Haus aus mit, was absolut praktisch ist. Die Installation (in meinem Fall per USB-Stick, da kein CD-Laufwerk vorhanden) ist sehr schnell und intuitiv gehalten. Noch viel beeindruckender ist allerdings die Geschwindigkeit beim Hoch- und Runterfahren des PCs. Im direkten Vergleich zwischen Windows 7 und 8 wird es besonders gut sichtbar, dass Windows 8 einfach phänomenal schnell bootet und auch herunter fährt.

Während das Interface mit den Kacheln, welches man bereits von Windows Phone 7 Smartphones kennt, erst mal sehr gewöhnungsbedürftig ist, ist der Grundgedanke dahinter nicht verkehrt: Windows wird dadurch aktueller und Apps kommen endlich auch auf den PC, wo sie teilweise durchaus Sinn machen. Auch einen App-Store gibt es nun, allerdings ist die Auswahl dort noch extrem beschränkt und eigentlich unbrauchbar. Ein wirklicher Vorteil ist die neue Metro Oberfläche, wie Microsoft sie nennt, aber meiner Meinung nach nur für Geräte mit Touchscreen. Mit herkömmlicher Maus-Bedienung ist es auch nach 2 Wochen täglicher Nutzung noch recht umständlich, der ständige Wechsel zwischen Desktop und Metro Oberfläche nervt. Auch der fehlende Startknopf ist nervig und erschwert das schnelle starten von Apps – wobei man mit Touchscreen sicher schneller ist, dann macht Windows 8 aber wie gesagt auch mehr Sinn. Alles in Allem hatte ich trotz der Vorteile nach 2 Wochen genug von Windows 8 und bin wieder auf das gewohnte Windows 7 gewechselt.

Mobiles Internet unter Windows 8

Microsoft hatte bereits in Windows 7 erste Unterstützung für mobiles Internet eingeführt. So konnte nach der Erstellung einer Wählverbindung auch ohne separate Verbindungssoftware eine Internetverbindung hergestellt werden. In Windows 8 wurde die Unterstützung für solche GSM/UMTS/LTE Modems noch einmal deutlich erweitert und nun braucht man als normaler Nutzer eigentlich keine Verbindungssoftware mehr, um mobiles Internet zu nutzen. Einzig die Treiber für den Surfstick oder das im Notebook integrierte Modem müssen installiert werden. Sobald eine Simkarte eingelegt ist, wird der Empfang, die Netztechnologie und der Anbieter in der Verbindungsübersicht von Windows 8 angezeigt und man kann sich mit einem Klick verbinden. Das Verbinden und Trennen der Verbindung geht rasend schnell.

Ein riesiger Vorteil gegenüber Windows 7 ist der integrierte Datenzähler in Windows 8, der übrigens auch WLAN-Verbindungen analysieren kann. Die verbrauchte Datenmenge wird Megabyte genau gezählt und kann bei Bedarf natürlich auch wieder auf 0 gesetzt werden, bspw. wenn ein neuer Rechnungszeitraum beginnt. Eine Besonderheit für Nutzer von Vodafone Simkarten: mit einem Klick auf “mein Konto anzeigen” im Netzwerke-Menü von Windows 8 öffnet sich eine eigens von Vodafone programmierte App, die weitere Informationen zu Vodafone und zur Verbindung bietet. Die App ist natürlich Touchscreen-freundlich gestaltet und bietet direkten Zugriff auf das noch vorhandene Prepaid-Guthaben (sofern man eine Prepaid Karte nutzt) und enthält einen Link, mit dem man sein Konto online anzeigen lassen kann und ggfs. zusätzliches Highspeed-Volumen nachbuchen kann.

Für alle diejenigen, die schnell die technischen Daten, ihre Rufnummer oder den Softwarestand des Mobilfunkmodems abrufen wollen, hat Microsoft unter Windows 8 eine schnelle Möglichkeit zur Anzeige dieser Informationen direkt in der Metro Oberfläche geschaffen, wie ihr im Screenshot unten sehen könnt (einige Daten von mir entfernt):

Fazit

Windows 8 ist ein gutes Betriebssystem und seiner Zeit vielleicht sogar noch etwas voraus, denn wirklich Sinn macht die Nutzung nur mit Touchscreen – solche Geräte werden sich aber schon in Kürze großflächig auf dem Markt durchsetzen, vermute ich. Bis dahin dürfte auch die Anzahl der Apps im Windows Store deutlich angewachsen sein und vielleicht bringen ja auch Telekom und O2 eigene Apps für Windows 8, die ähnlich der Vodafone App gestaltet sind. Die mobilen Breitband-Funktionen von Windows 8 konnten jedoch schon jetzt absolut überzeugen und machen wohl in den meisten Fällen eine separate Verbindungssoftware überflüssig.

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