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Brasilien: Aussicht auf LTE ab April 2013

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Brasilianische Mobilfunkkunden können sich ab April 2013 auf die Einführung von LTE freuen. Im Zuge des ERICSSON BUSINESS INNOVATION FORUM 2012 wurde bekannt, dass die zu Telefónica gehörende Vivo den Start der vierten Mobilfunkgeneration für April nächsten Jahres plant.

Im Juni diesen Jahres ersteigerte Vivo 2×20 MHz im 2,6 GHz Band für umgerechnet knapp 390 Millionen Euro. LTE Dienste werden unter der Namen ‚4G Plus‘ vermarkt als logische Fortentwicklung zu ‚3G Plus‘.Trotz alledem wird der brasilianische Marktführer nicht als erstes Unternehmen Kunden mit LTE erschließen. Bereits Anfang Oktober teilte der Konkurrent und viert größte brasilianische Mobilfunkanbieter Oi mit, LTE kommerziell in Betrieb zu nehmen.

Der Betreiber „Oi“ nimmt für den Aufbau seines LTE Netz im Zeitraum von Oktober 2012 bis 2015 rund 380 Millionen Euro in die Hand. In Folge der Frequenzversteigerung im Juni 2012 bezahlte Oi 130 Millionen Euro für die notwendigen Frequenzen. Der LTE Ausbauplan sieht vor im nächsten Jahr sieben brasilianischen Städte mit der schnellen Mobilfunktechnologie abzudecken. Das viert größte Mobilfunkunternehmen Brasiliens setzt sich außerdem zum Ziel, für die Austragungsstädte der Fußballweltmeisterschaft 2014 die größte LTE Abdeckung zu bieten.

Nach den Plänen des Anbieters Claro führt man LTE im Juni 2013 in sechs Städten ein. Claro machte UMTS als erstes kommerziell in Brasilien zugänglich und sorgte gemeinsam mit Ericsson für das erste LTE Pilotnetz in drei Touristen-Städten.

Am 2. November meldete Ericsson TIM Brasil als Partner für den LTE Ausbau gewonnen zu haben. Ein kommerzieller Termin nannte der drittgrößte Anbieter in Brasilien bis dato nicht.

Gemessen am Auftragsvolumen, der schon unterzeichneten Verträge zum Ausbau von LTE erwartet der schwedische Netzausrüster Ericsson einen Marktanteil im LTE Markt von über 50% in Lateinamerika – teilte das Unternehmen vor wenigen Tagen in einer Pressemitteilung mit. Zum jetzigen Zeitpunkt gingen die Schweden in Brasilien mit den Netzbetreibern Claro, Oi, Vivo (Telefónica) und TIM ein. Zu den weiteren Betreibern in Lateinamerika zählen UNE (in Kolumbien), Telcel (in Mexiko) sowie AT&T und Open Mobile (in Puerto Rico). Laut der Pressemitteilung vom 21. November erwartet Ericsson, dass GSM 2018 in Lateinamerika zum größten Teil durch UMTS ersetzt wird. Während UMTS aktuell in Brasilien nur einen Bestandteil 18% bei Mobilfunkverträgen ausmacht, soll dieser Anteil 2018 auf 65% steigen. Gleichzeitig geht der Netzausrüster davon aus, dass der Bestandteil von GSM bei Mobilfunkverträgen von zurzeit 82% auf 25% in 2018 sinkt.

Global betrachtet, unterzeichneten die Schweden über 90 LTE Verträge zum Ausbau und behaupten damit ihre Markführerschaft in diesem Bereich.

Bild: Ericsson